Nachdem "Der Spion, der mich liebte" bei Publikum, Fans und Kritikern gut ankam, wurde Lewis Gilbert ein drittes Mal mit der Regie betraut. "Moonraker" enthält eine furiose Eröffnungssequenz, in der sich Bond und Beißer in der Luft um einen Fallschirm prügeln. Der Rest enttäuschte jedermann. Eine Gondel verwandelt sich in ein Luftkissenboot in Venedig, eine Motorbootjagd in Brasilien hatte man in "Leben und Sterben lassen" schon besser gesehen. Auch taucht aufgrund des großen Erfolges im Vorgänger der Beißer wieder auf, der diesmal fast ausschließlich für komische Situationen zu sorgen hatte.
Ken Adam baute eine gigantische Raumstation in Paris, sowie mehrere andere Sets in den Studios in Billancourt, doch Handlung und Einfälle verschwanden in den Kulissen.
Hier lag genau das Problem: "Krieg der Sterne", "Star Trek", "Unheimliche Begegnung der Dritten Art", "Alien" hatten neue Standards im Kino gesetzt. Die Bond-Produzenten waren irrigerweise der Auffassung, auf dem Feld der Science-Fiction mithalten zu müssen und setzten auf das Filmplakat den Spruch "Ab sofort gehört der Weltraum 007". Dabei orientierte sich die Grundstruktur des Drehbuchs zu sehr am "Spion, der mich liebte". Wieder war der Schurke einer, der die Menschheit haßte und die Welt nach seinen Vorstellungen verändern wollte.
Immerhin: "Moonraker" machte Product-Placement im Kino salonfähig. Bonds Seiko-Armbanduhr wurde gefällig in die Großaufnahme gehalten, ein Auto rauscht in eine große Marlboro-Plakatwand.
Die James Bond Filme