"BATMAN" sorgte für weltweite Schlagzeilen. Nach neun Wochen hatte der Film in den USA 200 Millionen Dollar eingespielt und damit "E.T. - Der Außerirdische" vom ersten Platz der erfolgreichsten Filme aller Zeiten verdrängt.
Der Soundtrack von Prince stand bereits nach sechs Wochen auf Platz 1 der kassenträchtigsten Soundtrack-Hits ab 1960.
Für die 35-Millionen-Dollar-Produktion wurde in den Londoner Pinewood Studios eine der monumentalsten Dekorationen geschaffen, die jemals errichtet wurden. Sie zeigt Gotham City als korrupte Alptraum-Metropole. Ausstatter Anton Furst gilt daher als eigentlicher Zauberer des Films.
Furst und Komponist Danny Elfman sind aber auch mit dafür verantwortlich, dass der Film in Deutschland nicht gut ankam. Insgesamt ist der Film zu düster und abgehoben. Nicht nur war BATMAN hierzulande ein wenig bekannter Charakter aus den verzweifelt verschmähten Comic-"Heftchen". Der Film-Charakter hatte im Auge der Fans, die in den deutschen 60er, 70er Jahren zur Fledermaus gefunden hatten, auch nichts mit der Vorlage zu tun, hatte sich statt dessen von Regisseur Tim Burton zum halbseidenen Psychopathen machen lassen müssen ("Ein erwachsener Mann, der im Stretchanzug Verbrecher jagt, kann sie eigentlich nicht alle auf der Pfanne haben!"). Der besseren Verkäuflichkeit wegen wurde daraufhin der Comic-Charakter auch gleich neu erfunden und dabei so getan, als hätte es den moralischen BATMAN ohnehin nie gegeben. Seither darf BATMAN Verbrecher auch umbringen, wenn's nicht anders geht. Das macht ihn zur Dutzendware. Denn aus dem Schwur am Grab der Eltern ("Ich werde niemals töten!") waren die wirklich legendären Geschichten um den Mann mit der Fledermausmaske entstanden.
Und noch was: Jack Nicholson erfand eine neue Gagenabrechnung. Neben seiner immens hohen Gage ließ er sich Prozente am Einspiel und dem Merchandising zusichern. Auguren in Hollywood munkelten kurz nach US-Start, Nicholson habe sich mit der Rolle des JOKER etwa 80 Millonen Dollar aufs Konto geschaufelt.
Der Regisseur, Tim Burton, hat sich zunächst einen Namen als Zeichentrickfilmer gemacht ("Cap & Capper", "Taran und der Zauberkessel"), bevor er 1988 mit der Horrorkomödie "Beetlejuice" (auch mit Michael Keaton in der Titelrolle) einem größeren Publikum bekannt wurde.
Die BATMAN-Filme:
"BATMAN hält die Welt in Atem" (1966)
"BATMAN" (1989)
"BATMANs Rückkehr" (1992)
"BATMAN Forever" (1995)
"BATMAN & ROBIN" (1997)