Black Hawk Down
(Black Hawk Down)
GENRE: Krieg / Drama
DARSTELLER: Josh Hartnett, Ewan McGregor, Tom Sizemore, Eric Bana, William Fichtner, Ewen Bremner, Sam Shepard, Gabriel Casseus, Kim Coates, Hugh Dancy, Ron Eldard, Ioan Gruffudd, Tom Guiry, Charlie Hofheimer u.a.
REGIE: Ridley Scott, USA 2001
FILMLÄNGE: 144 Minuten

INHALT
Die Schlacht um Mogadischu (Somalia) war der längste Bodenkrieg, den US-Soldaten seit den Zeiten des Vietnamkrieges kämpfen mussten.

Am 3. Oktober 1993 soll ein Elitetrupp aus 120 DeltaForce-Soldaten zwei Vollstrecker des somalischen Warlords Mohamed Farrah Aidid unschädlich machen und in die USA bringen.

Die Mission scheitert. Zwei UH-60 BLACK HAWK-Hubschrauber werden abgeschossen. Aus der Aktion, für die eine Stunde eingeplant war, wurde ein 15-stündiges Militärdebakel, das 18 Marines und hunderte Somalis das Leben kostet und bei dem 73 Soldaten schwer verletzt werden.

Der amerikanischen Öffentlichkeit prägt sich das Desaster in Form eines TV-Bildes ein: somalische Rebellen schleifen unter dem Jubel er Bevölkerung die Leiche eines nackten Marine-Soldaten durch die Straßen...


KOMMENTAR
Als "Black Hawk Down" Mitte Januar 2002 in den USA startete, hatten sich Militärbeobachter und die somalische Regierung insgeheim darauf eingestellt, dass US-Militärs den Filmstart zu einem neuerlichen Angriff auf das Land am Horn von Afrika nutzen könnten. Somalias Rolle als Terroristenrefugium mit vermuteten Verbindungen zu Osama Bin Laden macht "Black Hawk Down" unerwartet aktuell; als das Filmprojekt erstmals angekündigt wurde, war es lediglich Ridley Scotts erster Film für Erfolgsproduzent Jerry "Pearl Harbor" Bruckheimer.

Das Bild des durch die Straßen geschleiften US-Soldaten hat Scott nur sehr entschärft nachstellen können --immer noch bringt seine Destruktivität das amerikanische Selbstverständnis als Supermacht ins Wanken.

Der Film basiert auf Mark Bowdens Tatsachenbericht "Black Hawk Down", der detailgetreu nacherzählt, wie es zur "Tragödie von Mogadischu" überhaupt kommen konnte. In einer kurzen Exposition erfährt der Zuschauer von den 300.000 Hungertoten, den Kämpfen rivalisierender Clans, dem Aufstieg Mohamed Aidids zum gefürchteten Diktator, der die humanitäre Hilfe der Welt durch Lebensmittel für sich rekrutiert und UNO- Friedenstruppen zum Abschuss freigibt.

Die Straßenschlachtszenen werden wegen ihrer Intensität von Kritikern mit der Eingangssequenz aus Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" verglichen. Das herrschende Chaos packt den Zuschauer und setzt ihn hilflos dem Dauerfeuer der Heckenschützen und wütenden Somalis aus, die eine scheinbar geschlossene Front gegen die als ungebetene Eindringlinge angesehenen Soldaten bilden.

Weitere --unerwartete-- Aktualität erreicht der Film durch Erkenntnisse, nach denen Osama Bin Laden die Stinger-Raketen geliefert haben soll, die die BLACK HAWK Hubschrauber zum Absturz brachten.

Die Filme von Ridley Scott

Alle Angaben ohne Gewähr.