Bridget Jones
--Schokolade zum Frühstück
(The Bridget Jones's Diaries)
Plakatmotiv
GENRE: Komödie
DARSTELLER: Renée Zellweger, Colin Firth, Hugh Grant, Gemma Jones, Celia Imrie, James Faulkner, Jim Broadbent, Charmian May, Paul Brooke, Felicity Monatgue, Shirley Henderson, Sally Phillips, James Callis, Charlie Caine, Gareth Marks, John Clegg, Salman Rushdie, Embeth Davidtz, Matthew Bates, Jeffrey Archer, Patrick Barlow, Rebecca Charles u.a.
REGIE: Sharon Maguire, GB 2001
FILMLÄNGE: 105 Minuten

INHALT
Das sollen die besten Jahre sein? Bridget Jones mag es nicht glauben: Als Single lebt sie in ihrer Bude in London, macht die Pressearbeit für einen Verlag, ihr bester Freund ist die Flasche Chardonnay aus dem Supermarkt an der Ecke und ihre Mutter will sie jedes Jahr am Neujahrsfest mit einem neuen Mann verkuppeln. Diesmal war es Mark Darcy, ein Anwalt, mit dem sie schon nackt in den Swimming Pool gesprungen ist --da war sie vier, er acht.

Logisch, dass sie, als die lustigen, etwas frivolen E-Mails ihres Cheflekors Daniel Cleaver auf ihrem Desktop aufblinken, in eine rosige, verliebte Zukunft blickt. Daniel kennt Mark, die beiden waren die besten Freunde. Bis Mark mit Daniels Verlobter geschlafen hat.

Die rosige verliebte Zukunft beginnt herrlich mit einem Kurzurlaub im offenen Cabrio, in dem sich Bridget vorkommt, wie Grace Kelly, wenn auch nicht ganz so anmutig --Bridget ist etwas mollig. Die rosige verliebte Zukunft endet mit Lara, einer amerikanischen Kollegin Daniels, die bei diesem nackt auf dem Badewannenrand sitzt.

Renee Zellweger ist BridgetGut, dass sie in dieser Situation ihre Freunde hat: Tom, eine "Pop Ikone", der nur einen Song veröffentlicht hat, Jude, eine Brokerin und Shazza, deren liebstes Wort "Scheiße" ist. Alle vier treffen sich regelmäßig zu "Krisengipfeln" in der Stammkneipe.

Unangenehm, dass sie in dieser Situation des Alleinseins und des erfolglosen Abnehmens dauernd auf Mark trifft, dessen geliebte Natasha die beiden noch aus jedem Kontaktversuch reißt und von ihm irgendein anwaltliches Problem gelöst haben möchte.

Zum Glück hat Bridget ihr Tagebuch, in das sie all ihre Frustrationen aufschreibt...


KOMMENTAR
Die Produzenten von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" (GB 1994) und "Notting Hill" (Roger Mitchel, GB 1999) haben wieder zugeschlagen. In der Reihe der Genannten bleibt aber "Bridget Jones" der unangenehme dritte Platz.

Der Film ist lustig, Renée Zellweger in ihrer molligen Frustration bezaubernd und auch Hugh Grant spielt wieder mit --diesmal als Cheflektor und Miststück Daniel. Aber den Autoren Helen Fielding, Andrew Davies und Richard Curtis ist der inhaltliche Faden verloren gegangen.

Der schwarze Humor der Kolumnen-- und Buchvorlagen ließ sich für das Kino offenbar nicht umsetzen. Und der Inside-Gag, dass Colin Firth den zweiten Love-Interest, Mark, spielt und gleichzeitig in "Bridgets" Kolumnen des britischen Independant --die zur Vorlage dieses Films zählen-- die Rolle des umschwärmten Unerreichbaren spielt, bleibt ohne Bedeutung, denn im Film geschieht zwischen Bridget und Colin "Mark" Firth nichts, das auf zwingende Annäherung schließen ließe. Klar: Dass sich beide finden werden, nachdem sie auf dieser verkorksten Weihnachtsparty der Eltern aufeinander treffen, ist zwingend. Aber funkensprühende Momente haben die beiden zusammen wenig. Da müssen wir einfach glauben, dass die beiden zueinander passen. Wem das gelingt, den erwartet eine ausgesprochen herzliche Komödie mit einer --wir wiederholen das gerne-- berauschenden Renée Zellweger.

Alle Angaben ohne Gewähr.