"Natural Born Killers" bedeutete das vorläufige Ende der Regie-Karriere von Oliver Stone.
Er wollte eine Satire auf die Medien machen, aber er stand mit seiner Meinung ziemlich allein auf weiter Flur: die Öffentlichkeit warf ihm Gewaltverherrlichung vor, viele Kinos weigerten sich, den Film zu zeigen, diverse Mörder beriefen sich in der Folge auf diesen Film, der sie "angestiftet" hätte. Für einen dieser "Folge-Morde" sollte sich Stone sogar vor Gericht verantworten.
Es ist schwer, sich diesen Film unvoreingenommen anzusehen. Stones Mischung aus Realfilm, Videoclip und Comic-Strip machen es fast unmöglich, der eigentlichen Geschichte zu folgen, die exzessive Brutalität läßt ein Hinterfragen von Stones Motiven kaum noch zu.
Nachdem Stone zuvor für "JFK-Tatort Dallas" bereits geprügelt worden war, ebenso wie für "Natural Born Killers", der noch dazu eine finanzielle Pleite wurde, stellte er noch seinen begonnenen "Nixon"-Film fertig und zog sich dann entnervt zurück, arbeitete am Drehbuch von "Evita" und kam dann erst 1997 mit dem vergleichsweise unspektakulären "U-Turn" wieder in die Kinos...
Die Filme von Oliver Stone