Ronin
(Ronin)
Plakatmotiv
GENRE: Thriller
DARSTELLER: Robert DeNiro, Jean Réno, Natasha McElhone, Stellan Skarsgard, Jonathan Pryce, Sean Bean, Michael Lonsdale u.a.
REGIE: John Frankenheimer, USA 1998
FILMLÄNGE: 121 Minuten

INHALT
Robert DeNiro ist Sam

Natasha McElhone ist Deirdre

Jean Reno ist Vincent

Sechs Fremde, ausgewiesene Experten für Waffen, Überwachung und verdeckte Operationen, treffen sich in einem muffigen Lagerhaus im Herzen von Paris.

Sie, die während des Kalten Krieges weltweit im Einsatz waren, bewahren einige dunkle Geheimnisse, die Regierungen stürzen könnten.

Der Amerikaner Sam ist Spezialist für Waffen und Strategie.

Larry, ebenfalls Amerikaner, gilt als Genie hinter dem Lenkrad.

Der Engländer Spence verfügt ¨ber intimste Kenntnisse auch der allerneuesten Waffentechnologie, der Deutsche Gregor ist ein Computer- und Elektronik-Guru, der Franzose Vincent schließlich ein Organisationstalent erster Klasse.

Zusammengerufen hat dieses Quintett die Irin Deirdre, einziger Kontakt zum Auftraggeber.

Sie alle werden angeheuert, um einen schwer bewachten Aluminiumkoffer zu stehlen. Die Russen haben Interesse an dem Inhalt des Koffers, aber auch die IRA und noch einige Gruppierungen mehr.

Man wird den Koffer nicht mit Handschlag erhalten, das ist sicher. Eine gewaltsame Übernahme in Südfrankreich ist geplant.

Daß es dabei Tote geben wird, gilt als sicher.

Niemand stört es. Das ist Geschäft. Nicht immer dazu gehören Illoyalität und Verrat. Aber in Nizza wird das Team verraten. Und verkauft.

Ab jetzt zählen nicht mehr Auftrag und Absprachen. Jetzt zählt nur noch, was die Männer und Frauen am besten beherrschen: das Töten...


KOMMENTAR
Im feudalen Japan wurden die Samurai-Krieger eingeschworen, das Leben ihres obersten Kriegsherrn mit ihrem eigenen Leben zu schützen.

Jene Samurai, deren Lehnherr getötet wurde, fielen großer Schande anheim. Sie wurden verstoßen und verdienten ihren Lebensunterhalt fortan entweder als Bandit oder ließen sich von solchen anheuern. Diese herrenlosen Kämpfer durften nicht länger "Samurai" genannt werden. Man rief sie fortan "Ronin".

John Frankenheimer ("French Connection II"), der in den letzten Jahren wenig kommentierungswürdiges in die Kinos gebracht hatte, meldet sich mit diesem "handgemachten" Action-Reißer machtvoll zurück --eine Verfolgungsjagd quer durch Paris ohne Computerhilfe, nur gestützt auf die hohen Fahrkünste der Stuntmen ist atemberaubend. Die oberflächliche Kälte aller handelnden Personen macht es schwer, Sympathie zu entwickeln. Umso eindringlicher wirkt der Film dadurch allerdings in seinem Realismus.

Alle Angaben ohne Gewähr.