Eine wahre Geschichte. "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt." So lautet ein Vers aus dem Talmud. Der deutsche Industrielle Oskar Schindler hat über 1100 Leben gerettet. In einer Zeit, in der es lebensgefährlich war, eine Jüdin nur öffentlich zu küssen, bewahrte er hunderte von Juden vor dem Tod in Auschwitz. In einer Zeit ohne Menschlichkeit war er einer der wenigen, die einen privaten Kampf gegen den Nazi-Terror führten.
Es mag verwundern, daß ausgerechnet ein Steven Spielberg die Geschichte dieses noch heute rätselhaften, ambivalenten Menschen erzählt. Spielberg, der Repräsentant der leichten Fantasy-Unterhaltung, der filmische Wiederaufbereiter naiver Kinderphantasien, der Mr. Wonderful des amerikanischen Popcorn-Kinos.
Zweimal hatte er schon versucht, sich mit "ernsthaften" Filmen zu profilieren: Beide , "Die Farbe Lila", "Das Reich der Sonne" funktionierten mäßig. Ausgerechnet Spielberg, der die Nazis in "Indiana Jones" zu billigen Comic-Strip-Schurken verniedlichte, sollte nun einen wichtigen, überzeugenden Film über den Holocaust gedreht haben? Er hat! Und mehr als das. Dies ist einer der wenigen Filme, den kein Mensch vergessen wird, der ihn sich angesehen hat.
"Schindlers Liste" beweist auch , daß Spielberg nicht nur wegen seines Gespürs für populäre Kinostoffe der erfolgreichste Kinomacher der 70er und 80er Jahre war. Spielberg ist als Regisseur, der mit bewegten Bildern erzählt, handwerklich absolut perfekt.
Die Filme von Steven Spielberg