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(Spider-Man)
Plakatmotiv
GENRE: Action/ Abenteuer
DARSTELLER: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Willem Dafoe u.a.
REGIE: Sam Raimi, USA 2002
FILMLÄNGE: 121 Minuten

INHALT
Der gruene KoboldNachdem der Student Peter Parker bei einer Exkursion in einem High-Tech-Labor von einer genmanipulierten Spinne gebissen wurde, entwickelt sein Körper plötzlich übermenschliche Kräfte und die bemerkenswerte Fähigkeit, sich spinnengleich auf jeder Oberfläche bewegen zu können.

Nachdem Peter diese neu erworbene Kraft anfänglich zu seinem eigenen Vorteil ausnutzt und um seine große Liebe Mary Jane Watson zu beeindrucken, entdeckt er bald auch die damit verbundenen Schattenseiten.

Erschüttert durch den Tod seines geliebten Onkel Ben, erinnert er sich an dessen letzte Ermahnung: "Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung."

Fortan sieht Peter alias Spider-Man in der Bekämpfung allen Verbrechens seine Berufung und findet in seinem Erzrivalen, dem Grünen Kobold, seine Nemesis.


KRITIK
Eine Filmkritik von Jens Zange
(KINOPOLIS-Standort: Bonn-Bad Godesberg)

Sam Raimi hat es geschafft! Das schwierigste an "Spiderman" dürfte für den Regisseur gewesen sein, die Story eines tragischen Superhelden ohne eine Übermenge an Pathos und Melodramatik zu erzählen - und das schafft er.

Was kann sonst noch schief gehen, wenn eine Figur wie Spiderman im lang ersehnten Kassenhit verewigt wird? Nicht viel, genau.Wie auch schon bei früheren Werken schafft es Raimi absolut rasante Action immer wieder mit aufzulockern und streut kontinuierlich gute Gags ein, die selbst den Superhelden einen menschlichen Charme geben. 

Auch die drei Hauptdarsteller passen prima ins Bild, Tobey Maguire ist selbst als bebrillter Außenseiter zu Beginn des Films glaubhaft und Willem Dafoe fühlt sich in der Rolle des grünen Kobolds so wohl wie einst Jack Nicholson als der "Joker" in Batman. Auch Spidermans Angebetete Mary Jane Watson ist endlich wieder eine Darstellerin, die nicht unbedingt durch makellose

Schönheit glänzt, sondern durch Authentizität, denn Darstellerin Kirsten Dunst mimt die verschüchterte Traumfrau prima.
Der Rest der Mühe wurde in die Tricktechnik, aber nicht ins Casting gesteckt, denn alle weiteren Darsteller wirken absolut leblos, fast so zweidimensional wie es die Marvel-Comics auch sind. Die Tricks sind gut, aber nicht ganz so überragend wie erwartet, denn durch die Rasanz der Szenen hat man keine Chance Detailgenauigkeit zu prüfen und eventuell zu bewundern.

Vieles geht so schnell, das es fast ZU schnell vorbei ist - wie der Film selbst auch. Wenn Spiderman auch in Deutschland ein ähnlicher Mega-Erfolg werden sollte wie in den USA, dann sicher nicht wegen der Tricktechnik allein oder den Schauspielern an sich, sondern wegen der Leichtigkeit mit der die 121 Minuten verfliegen. Spiderman ist hervorragendes Popcornkino und das nicht zuletzt weil Regisseur Sam Raimi eines verstanden hat als er ans Werk ging: "Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung."

Alle Angaben ohne Gewähr.