Die Magdalenen-Heime in Irland wurden geleitet von den Barmherzigen Schwestern (Sisters of Mercy).
Ihr Auftraggeber: die katholische Kirche.
Familien und Waisenhäuser schickten dorthin junge Mädchen. Waren sie erst einmal dort, wurden sie eingesperrt
und mussten in Wäschereien arbeiten, um dabei ihre Sünden zu bereuen. Diese "Sünden" waren unterschiedlichster Art:
Ausreichend war die Tatsache, eine unverheiratete Mutter zu sein oder zu hübsch oder zu hässlich. Zu dumm oder zu schlau.
Oder das Mädchen war Opfer einer Vergewaltigung und hatte es gewagt, darüber zu sprechen.
Um diese Sünden zu bereuen, arbeiteten die Mädchen 364 Tage im Jahr ohne jeden Lohn, man ließ sie hungern,
sie wurden geschlagen, verspottet und vergewaltigt. Und ihre neugeborenen Kinder wurden ihnen weggenommen -
wenn es sein musste, mit Gewalt. Ihre Strafe war unbeschränkt - oft lebenslänglich.
Tausende von Frauen lebten und starben in diesen Anstalten.
Dieser Film erzählt die Geschichten von vier dieser jungen Frauen in den 60er-Jahren, einer Zeit, die irrtümlich von
vielen Menschen noch immer für eine Ära grenzenloser Frauenbefreiung gehalten wird. Diese jungen katholischen Frauen
finden sich wieder in einem nahezu mittelalterlichen Albtraum, während die Welt draußen stillschweigend einen
theokratischen Staat duldet - oder zuweilen auch aktiv unterstützt.
Wir sehen, wie sich die Persönlichkeiten dieser Frauen entwickeln in einer Umwelt, die kontrolliert ist von
unverheirateten Frauen, Dienerinnen Gottes, Bräuten von Jesus Christus. Soweit es in ihren Kräften steht,
lassen sich die Mädchen nicht unterkriegen. Aber was ist das für ein Sieg, wenn sie eingesperrt
bleiben und nicht mehr sind als Sklaven? Eine schafft es, auf herzzerreißend banale Weise freizukommen, eine wird in die
Psychiatrie eingeliefert, zwei schließlich rebellieren und laufen davon. In die Freiheit.