"Die unendliche Geschichte" ist die erste deutsche Produktion, die es gewagt hat, auf dem Gebiet der Spezialeffekte mit großen Hollywoodproduktionen zu konkurrieren. Der Film entstand nach dem phänomenalen Romanerfolg von Michael Ende, der sich freilich von der Verfilmung distanzierte.
Das Reich Phantásien, in das der junge Bastian durch seine Lektüre gerät, verdankt den Märchen der Gebrüder Grimm ebensoviel, wie den "Nibelungen" oder Filmen wie "Das zauberhafte Land" von Victor Fleming (1939). Für die musikalische Untermalung holte sich Wolfgang Petersen Klaus Doldinger, der bereits sein "Das Boot" vertont hatte. Der Südtiroler Giorgio Moroder steuerte den Titelsong "Neverending Story" bei, den der damals populäre Limahl singt.
Für Wolfgang Petersen war dieser Film sein großer Schritt nach Hollywood. Internationale bekannt wurde Petersen durch den weltweiten Erfolg von "Das Boot" (5 OSCAR-Nominierungen). Mit TV-Filmen wie "Tatort - Reifeprüfung" mit Nastassja Kinski, "Die Konsequenz" mit Jürgen Prochnow und "Schwarz und weiß wie Tage und Nächte" gilt er einer der besten deutschen Regisseure.
Nach der "Unendlichen Geschichte" drehte er in München noch "Enemy Mine - Geliebter Feind" und siedelte dann über ins Mekka der Filmindustrie, wo er nach Anlaufschwierigkeiten mit "In the Line of Fire", "Outbreak - Lautlose Killer" und "Air Force One" Triumphe feierte.
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