Hot Dog

Strafversetzung: Die Polizisten Theo Ransoff (Matthias Schweighöfer) und Luke Steiner (Til Schweiger) wurden von ihrem Chef dazu verdonnert, vor Schloss Bellevue Wache zu schieben ? also am so ziemlich langweiligsten Einsatzort der Welt. Dabei ist Ex-GSG 9-Mann Luke eigentlich ein Top-Ermittler, produziert mit seinen hemdsärmeligen Methoden aber immer wieder schwere Kollateralschäden. Theo ist dagegen ein Schreibtischheld mit fotografischem Gedächtnis, der von ?richtigen? Einsätzen träumt. Und so ist der eine für den anderen die ideale Bestrafung. Nur dass sich der Einsatz in Bellevue plötzlich als extrem heiße Sache entpuppt: Gangster entführen nämlich just als Theo und Luke Wache halten die Tochter des moldawischen Präsidenten. Peinlich für Luke, der in dem Moment gerade ein privates Handygespräch führt und eine große Chance für Theo, der seinen krawalligen Wachpartner mit diesem Wissen dazu erpresst, gemeinsam auf eigene Faust zu ermitteln. Bei derart unterschiedlichen Typen wie Luke und Theo ist dabei natürlich Stress vorprogrammiert. Doch irgendwie müssen sich die beiden zusammenraufen, denn hinter der Entführung steckt deutlich mehr als zunächst angenommen. Ohne die Hilfe der Online-Überwachungsexpertin Nicki (Anne Schäfer) wären die beiden daher aufgeschmissen. Doch Nicki hilft besonders Theo gerne, dessen unbeholfene schüchterne Art bei ihr gut ankommt ?

Til Schweiger und Matthias Schweighöfer mit vereinter Starpower in einer turbulenten Buddykomödie. Den Produzenten schwebte großes Popcorn-Kino vor, um eine Farbe in den deutschen Film zu bringen, die dort vor lauter Problembewusstsein selten aufscheint. Beide Hauptdarsteller stehen für große Kinounterhaltung und versuchen sich erfolgreich an einer actionreichen Budddykomödie, die an die großen Vorbilder aus Hollywood erinnert, als die "Bad Boys" weltweit Erfolge feierten. Nach "Keinohrhasen" und zuletzt "Vier gegen die Bank" sind Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, zwei der drei aktuellen deutschen Superstars im Kino, wieder gemeinsam in einem perfekt auf sie zugeschnittenen Film zu sehen, der pure Unterhaltung bietet. Schweiger gibt den rauen Typ, Marke harte Schale, weicher Kern. Als bester Mann einer Sondereinheit der Polizei, hat er es sich zur Regel gemacht, nur seinem Instinkt zu gehorchen und Befehle von Vorgesetzten regelmäßig zu ignorieren. Bei einer spektakulären Geiselbefreiungsaktion, die ihm gegen alle Erwartung gelingt, verursacht er mit seinem rücksichtslosen Eigensinn Sachschaden in Millionenhöhe. Das trägt ihm eine Strafversetzung zum langweiligen Wachdienst im Schloss Bellevue ein. Dort trifft er auf seinen größten Fan: Matthias Schweighöfer gibt den ehrgeizigen Schreibtischhengst Luke, den niemand bei tatsächlichen Polizeieinsätzen gebrauchen kann. Die Prüfung zum Polizeidienst hat er mit einsamer Bravour geschafft, aber für ihn führt kein Weg zu den harten Jungs der GSG10. Stattdessen trägt ihm sein nerdiges Generve denselben Wachdienst beim Bundespräsidenten ein. Dort entführt vor ihren Augen eine gut vernetzte Gangsterbande die moldawische Präsidententochter. Und schon müssen die beiden, in herzlicher Abneigung einander zugetan, gemeinsam durch Dick und Dünn, um den vertrackten Fall zu lösen und ganz dicke Fische zu Fall zu bringen. Produzent Dan Maag und seine beiden Helden haben sich mit Torsten Künstler ("Kokowääh 2", "Der Nanny") den Regisseur geholt, der mit beiden regelmäßig gearbeitet hat und die Alpha-Tiere vor der Kamera kompetent und sicher zu führen weiß. Mit viel Liebe zu Hollywood und großem Aufwand ist der turbulente Plot umgesetzt. Anne Schäfer und Lisa Tomaschewsky sorgen dafür, dass die Buddykomödie auch romantische Seiten bekommt. Schweiger beweist hier einmal mehr Lust auf Action und viel ironische Distanz zur eigenen Leinwandpersönlichkeit. Schweighöfer verfügt über das nötige Timing und das komödiantische Talent, um mit seiner Figur dagegen zu halten. Große Tradition im deutschen Film haben Actionkomödien dieser Art natürlich nicht, man kennt und schätzt sie aus dem US- und dem französischen Kino. Die hiesige Filmkritik freut sich schon darauf, anlässlich "Hot Dog" die Feindschaft mit Til Schweiger zu vertiefen. Auch wenn der Film nun mit boshafter Leidenschaft verrissen wird, so dürfen sich die Fans der beiden Stars genau darauf freuen, was sie mit schöner Regelmäßigkeit in Scharen zu ihren Helden ins Kino treibt. Ein Millionenerfolg ist dem deutschen Kino sicher. uh.

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Bewertung:

Cast

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
355 (davon 20 D-BOX Seats + 3 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 16,20 x 6,90m Dolby Digital Atmos

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
298 (davon 12 D-BOX Seats + 3 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 13,40 x 5,70m Dolby Digital 7.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
175 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
168 (davon 8 D-BOX Seats) 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
170 (+ 2 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 11,00 x 5,20m Dolby Digital 7.1

Kino 6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 (+ 2 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 11,00 x 5,20m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1