Ludger Pistor

  • Geschlecht:
    männlich
  • Geburtsdatum:
    16.03.1959
  • Geburtsland:
    BRD

Biographie

Er sieht aus wie ein freundlicher Bankdirektor, und als entsprechender Finanzexperte ist Ludger Pistor im James-Bond-007-Thriller "Casino Royale" (2006) als Schweizer Bankdirektor besetzt. Die Rolle fiel Pistor zu einem günstigen Zeitpunkt zu, denn die RTL-Serie "Balko", wo er seit 1995 den Hauptkommissar Klaus Knapp spielte, läuft aus. Pistor, der für das verschrobene und skurrile "Muttersöhnchen" Knapp 1996 mit dem Adolf-Grimme-Preis und 1999 mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler, Kategorie Serie, ausgezeichnet wurde, ist froh über das Aus. Denn er sieht die Bond-Rolle als groß genug an, wird 007 doch auf der ganzen Welt gesehen, und weitere zehn Jahre "Balko" hätten ihn zu sehr abgestempelt. Ludger Pistor wurde 1959 in Herten bei Recklinghausen geboren. Seine Großmutter arbeitete als Platzanweiserin im Kino, mit vier Jahren wollte Ludger Schauspieler werden. Nach Absolvierung des Max-Reinhardt-Seminars in Wien und zwei Jahren Schauspielschule in New York debütierte Pistor 1986 als junger Mönch in Jean-Jacques Annauds Klosterkrimi "Der Name der Rose" an der Seite von Ur-Bond Sean Connery. Zu seinen über 50 TV- und Kinorollen gehören Auftritte als Bestattungsunternehmer in "Das Leben ist eine Baustelle", in Loriots "Pappa ante portas", in Tom Tykwers "Lola rennt" und "Der Krieger und die Kaiserin", in der Ruhrgebietskrimikomödie "Goldene Zeiten" und "Erkan & Stefan - Der Tod kommt krass" (beide 2005). Die international größte Rolle Pistors war der Lagerkommandant Josef Liepold in Steven Spielbergs "Schindlers Liste" (1993); über die Dreharbeiten schwärmt er; so habe er bei den ersten drei Takes vor Aufregung seinen Dialog vergessen, Spielberg habe ihm geduldig, indem er die Beleuchtung verantwortlich machte, Zeit gelassen, der vierte Take habe wunderbar gesessen. Pistors Wahlspruch: "Die Warheit liegt im Widerspruch." Im Jahre 2002 musste sich Pistor einer Notoparation wegen eines Herzklappenfehlers unterziehen. Seinem "zweiten Leben" sieht er gelassen humorvoll entgegen: "Mir macht es Spaß, in eine andere Identität zu schlüpfen, mich selbst kenne ich ja schon."

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