Cinéfête

 Cinéfête
Die Cinéfête wird volljährig! Bereits zum 18. Mal tourt das französische Schulfilmfestival im Schuljahr 2017/2018 durch rund 100 deutsche Kinos. Acht sorgfältig ausgewählte Filme ermöglichen SchülerInnen aller Altersklassen einen Einblick in französische Kultur und Filmkunst.

Am 16.11.2017 und 17.11.2017, sowie vom 20.11.2017 bis 22.11.2017 ist Cinéfête, das deutsch-französische Filmfestival für SchülerInnen, wieder in Darmstadt zu Gast.

Auch in diesem Jahr gibt es keinen festen Spielplan für die Cinéfête. Sie können Ihren Film auswählen und bestimmen die Spielzeiten selbst, der Filmbeginn muss allerdings zwischen 8 Uhr und 14 Uhr liegen.

Der Preis pro SchülerIn beträgt 4€. Zusätzlich zu den acht Filmen des Festivalprogrammes bieten „Ein Dorf sieht schwarz“ an. Alle Filme sind in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. 
Weitere Informationen finden Sie auch auf https://cinefete.de/ und zum Film „Ein Dorf sieht schwarz“ auf http://www.ein-dorf-sieht-schwarz.de/.

Anmeldeschluss: Mittwoch 08. November 2016
Ansprechpartner: Markus Strzodka
Anmeldungen bitte per eMail mstrzodka@kinopolis.de oder Fax 06151-297831.
Nachfragen sind telefonisch unter 06151 297871 möglich.
 
Filmauswahl  für die Cinéfête18  am 16.11.2017 und 17.11.2017 und vom 20.11.2017 bis 22.11.2017:
 
Frantz
Schulklasse: Sekundarstufe II 11.-13. Klasse, Sekundarstufe I 9.-10. Klasse, Abibac
Schulfach: Französisch, Geschichte
Schlagwort: Krieg, Soziales / Zusammenleben, Verlust
Land, Jahr: F,D, 2016
FSK: ab 12
Länge:113 Min.
Genre:Drama, Historie
In der deutsch-französischen Koproduktion begibt sich Regisseur Ozon ("8 Frauen", "Jung und schön") an den Anfang des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt ins Deutschland des Jahres 1919. Dort trifft die junge Anna (Paula Beer) auf den geheimnisvollen Franzosen Adrien (Pierre Niney). Beide trauern um Frantz, der im Grande Guerre gefallen ist. Für Anna war Frantz ein geliebter Verlobter, für Adrien ein enger Freund. Allmählich, verbunden durch ihre Trauer, nähern die Beiden sich an. Je intimer das Verhältnis zwischen Adrien und Anna wird, desto offensichtlicher wird auch die Erkenntnis, dass Adrien ein dunkles Geheimnis hütet. Der Erste Weltkrieg war für die europäische Bevölkerung ein tiefer Einschnitt. Nicht umsonst ist "La Grande Guerre" das Synonym, das man dem Krieg in Frankreich gegeben hat. 100 Jahre nach Ende des Krieges gedenkt François Ozon mit seinem charaktergetriebenen Drama in stilvollen, schwarzweißen Bildern der damaligen Gesellschaft und den verheerenden Konsequenzen, die Krieg auf die menschliche Seele und das kollektive Leben hat.

ACHTUNG, Liebe Lehrer: FRANTZ ist in großen Teilen ein deutschsprachiger Film, der inhaltlich jedoch sehr eng mit der französischen Geschichte verbunden ist und sich daher gut als Grundlage für den Französischunterricht anbietet.

JAMAIS CONTENTE
Schulklasse:Sekundarstufe I 5.-10. Klasse
Schulfach:Französisch
Schlagwort:Familie, Musik, Kindheit, Soziales / Zusammenleben
Land, Jahr:F, 2016
FSK: nicht geprüft
Länge:90 Min.
Genre:Drama, Komödie
Eigentlich genügt der Titel ("nie zufrieden") des Films bereits als Beschreibung. Aurore (Léna Magnien) ist gerade mal 13 Jahre alt und alles nervt sie. Ihre Eltern, ihre Freunde, ihre Geschwister, ihre Band und sogar sie selbst. Das Leben ist nunmal nicht leicht, vor allem nicht mit 13. Umso aufschlussreicher ist dieser Blick in den Kopf einer intelligenten, schlagfertigen jungen Frau. Nicht nur für die zahlreichen Jugendlichen, die sich ohne Zweifel mit Aurore identifizieren können. Auch für ältere Zuschauer, die eigene Erinnerungen an diese Lebensphase entweder erfolgreich verdrängt haben oder noch immer an ihnen hängen. Gemeinsam nehmen wir an Aurores Leben teil und beobachten sie dabei, wie sie ein Ventil für ihre Emotionen und Gedanken sucht. Wertvolle Lektionen verstecken sich in Émilie Deleuzes Film über eine Teenagerin. Lektionen, für die man nie zu alt sein kann.

LE CIEL ATTENDRA (DER HIMMEL WIRD WARTEN)
Schulklasse:Sekundarstufe II 11.-13. Klasse
Schulfach:Ethik/Religion, Französisch, Politik
Schlagwort:Familie, Träume und Ziele, Religion und Tradition, Krieg, Konflikt, Soziales / Zusammenleben
Regie:Marie-Castille Mention-Schaar
Land, Jahr:F, 2016
FSK: ab 12
Länge:105 Min.
Genre:Drama
Es ist ebenso absurd wie erschreckend, wenn europäische Teenager sich bereit erklären, in den Nahen Osten zu gehen und dort den Heiligen Krieg zu kämpfen. Ein psychologischer Prozess, der für den Rest von uns nicht erklärbar oder verständlich ist. Umso wichtiger ist es, dass Marie-Castille Mention-Schaar Wahrheit und Motivation im Film sucht. Die Regisseurin, die bereits mit "Les Héritiers" in der Cinéfête vertreten war, steckt sich mit "Le Ciel attendra" erneut große Ziele.  In ihrem Drama untersucht Mention-Schaar die Gedankenwelten zweier junger Frauen, der 17-jährigen Sonia und der 16-jährigen Mélanie. Beide befinden sich an unterschiedlichen Zeitpunkten der Radikalisierung. Hinter einem komplexen, interessanten und höchstrelevanten psychologischem Konstrukt stellt die Regisseurin vor allem eine Frage: "Gibt es einen Weg zurück?".

LES MALHEURS DE SOPHIE
Schulklasse:Grundschule 1.-4. Klasse (Berlin und Brandenburg bis 6. Klasse), Sekundarstufe I 5.-10. Klasse
Schulfach:Französisch, Geschichte
Schlagwort:Kreativ, Familie, Kindheit, Magie
Land, Jahr:F, 2016
Länge:106 Min.
FSK: nicht geprüft
Genre:Komödie, Coming-Of-Age, Fantasy
Sophie de Réan ist ein neugieriges Mädchen voller Energie und Lebenslust. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Cousin Paul lebt sie in einem malerischen Chateau und verbringt ihre Tage damit, die umliegenden Schlossgärten zu erkunden. Ein Abenteuer braut sich zusammen, als Sophies Eltern sich entscheiden, in die USA zu ziehen.

MA VIE DE COURGETTE (MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI)
Schulklasse:Grundschule 3.-4. Klasse, Sekundarstufe I 5.-8. Klasse
Schulfach:Französisch
Schlagwort:Kreativ, Familie, Träume und Ziele, Freundschaft, Verlust, Kindheit
Land, Jahr:F,CH, 2016
FSK: ab 0
Länge:66 Min.
Genre:Animationsfilm, Drama, Komödie
Schon Albert Einstein wusste, "Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor". Noch heute sind Märchen ein wichtiges Werkzeug, um den Intellekt und die Fantasie von Kindern anzuregen. Dabei muss man sich nicht auf die Klassiker der Gebrüder Grimm beschränken, wenn man Filme wie "Ma vie de Courgette" zur Verfügung hat. Claude Barras erzählt uns durch die Linse einer bunten, Stop-Trick-animierten Welt die Geschichte von Icare, der in einem Waisenheim landet und dort mit den anderen Kindern auskommen muss. Dies gestaltet sich allerdings nicht so schwer, jedenfalls im Fall der hübschen Camille. "Ma vie de Courgette" hat eine lange und beeindruckende Liste an Erfolgen aufzuweisen. Darunter eine Nominierung für den Oscar als besten animierten Film. Oder zwei Césars für Film und Drehbuch. Oder ein überwältigend positiver Konsens der Filmkritiker weltweit. Am meisten sticht jedoch Barras' feinfühliger Umgang mit großen Emotionen heraus, egal ob sie schön oder unschön sind.

MERCI, PATRON!
Schulklasse:Sekundarstufe II 11.-13. Klasse, Sekundarstufe I 9.-10. Klasse
Schulfach:Ethik/Religion, Politik, Französisch
Schlagwort:Familie, Träume und Ziele, Arbeit, Moral, Globalisierung, Soziales / Zusammenleben
Regie:François Ruffin
Land, Jahr:F,BEL, 2016
Länge:84 Min.
FSK: Nicht geprüft
Genre:Dokumentation
Profitsucht, Ausverkauf, Outsourcing, Lohn-Dumping. Alle diese Begriffe sollten im alltäglichen Gespräch eigentlich nicht vorkommen, ungeachtet dessen haben sie sich in den letzten Jahren virusartig ausgebreitet. Als die Arbeitsstellen von Jocelyn und Serge Klur nach Polen ausgelagert werden, reagiert das Ehepaar allerdings mit einem hallenden "Non!". Zusammen mit Dokufilmer François Ruffin machen die Beiden sich auf die Suche nach Antworten auf diverse Fragen. Warum ziehen die Jobs weg? Warum werden die Existenzen von Familien gefährdet? Wann ist die Marge groß genug? An der Oberfläche ist die Kampagne der Klurs gegen Bernard Arnault, einen der reichsten Franzosen, ein amüsantes Spektakel, das an die Filme von Michael Moore erinnert. Darunter ist "Merci, Patron!" ein erfolgreiches und durchaus effizientes politisches Werkzeug, das mit dem Aufstieg einer französischen Protestbewegung seit dem Frühjahr 2016 in Verbindung gebracht wird. In jedem Fall ein eindrucksvolles Beispiel für die mannigfaltigen Wellen, die ein (Dokumentar)Film schlagen kann.

QUAND ON A 17 ANS (MIT SIEBZEHN)
Schulklasse:Sekundarstufe II 11.-13. Klasse
Schulfach:Französisch
Schlagwort:Familie, Träume und Ziele, Freundschaft, Soziales / Zusammenleben
Regie:André Téchiné
Land, Jahr:F, 2016
FSK: ab 12
Länge:116 Min.
Genre:Drama
In der kommenden Saison wird die Cinéfête um einen echten Berlinale-Veteranen bereichert. Immerhin ist André Téchiné, der seit den späten 60ern Filme macht, mit "Quand on a 17 ans" bereits zum dritten Mal im Wettbewerb um den Goldenen Bären vertreten gewesen. Téchiné behandelt in knapp zwei Stunden Themen, die unterschiedlicher und universeller nicht sein könnten. Mit Damien (Kacey Mottet Klein) und Thomas (Corentin Fila) stellt er zwei junge Männer in den Mittelpunkt, die sich den anspruchsvollen Aufgaben des Erwachsenwerdens stellen müssen. Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, müssen die beiden Jungs, die sich eigentlich überhaupt nicht leiden können, zusammenziehen und ihre Differenzen früher oder später aus dem Weg räumen. Pubertät und seelisches Wachstum sind ein komplexes Themengebiet, zu dem jeder seinen/ihren eigenen Bezug hat. Téchinés Interpretation der Materie wurde von der Kritik weltweit gefeiert und ist eine ebenso präzise wie subtile Studie des modernen Erwachsenwerdens.

SWAGGER
Schulklasse: Sekundarstufe II 11.-13. Klasse, Sekundarstufe I 7.-10. Klasse
Schulfach: Politik, Französisch
Schlagwort:Träume und Ziele, Freundschaft, Musik, Kultur, Soziales / Zusammenleben
Regie:Olivier Babinet
Land, Jahr: F, 2016
FSK: nicht geprüft
Länge: 84 Min.
Genre: Dokumentation
In der Jugendsprache haben sich Begriffe wie "Swag" längst eingebürgert und werden vielerorts, mehr oder weniger ironisch, in den Mund genommen. Der Dokumentarfilm von Olivier Babinet, der in Cannes Premiere feierte und während des Filmfests Hamburg erstmals in Deutschland gezeigt wurde, zeigt uns, was das Wort wirklich bedeutet. Auf der Suche nach der Definition begibt Babinet sich in einen armen und sozial benachteiligten Vorort von Paris. Dort findet er elf Teenager, denen er innerhalb seines Films eine Bühne gibt. Sie erzählen von Ambitionen, Wünschen und den Träumen eines großen Lebens. Sie stellen sich selbst dar, inszenieren sich, berichten aus ihrem Leben. Gezeichnet wird in "Swagger" kein Bild von Opfern oder Außenseitern. Vielmehr zeigt Olivier Babinet uns einen Strudel aus moderner Jugendkultur, die zumeist hoffnungsvoller und enthusiastischer in die Zukunft blickt, als ihr erwachsenes Gegenstück.
 
Ein Dorf sieht schwarz
Klassen: Sek I (ab Klasse 9)
Fächer: Französisch, Sozialkunde/Politik, Sozialwesen Pädagogik, Psychologie, Ethik, Religion
Themen: Migration, Integration, Stereotype, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Multikulturelle Gesellschaft, Culture-Clash-Komödien
Land, Jahr:F, 2016
FSK: ab 0
Länge:93 Min.
Genre. Drama, Komödie
Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen...

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