Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Mit achtzehn fühlten sich die Schulfreunde Nils, Thomas und Andreas noch unsterblich. Doch mit der Einladung zum 30-jährigen Klassentreffen bekommen sie schwarz auf weiß, wie schnell die Zeit vergeht. Ein willkommener Anlass noch einmal richtig auf die Piste zu gehen: Partys, Suff und Frauen! Soweit der Plan..Doch im Gepäck sind Alterszipperlein, gebrochene Herzen und die aufmüpfige Tochter von Thomas großer Liebe: Die siebzehnjährige Lili nutzt jede Gelegenheit, der älteren Generation den Spiegel vorzuhalten! Mit viel Helium, diversen Pornstar Martinis und einer Rede auf Ecstasy versenken sie das Klassentreffen im Vollchaos. Und schon auf dem Rückweg wird ihnen klar, was im Leben wirklich wichtig ist: Familie, Freundschaft und Liebe!

Til Schweigers Remake einer dänischen Erfolgskomödie über drei in die Jahre gekommene Kindsköpfe, die sich gemeinsam zu einem Klassentreffen aufmachen. As Til as it gets: Welcher Autorenfilmer kann schon von sich behaupten, eine so eindeutige Handschrift zu haben, dass man seine Filme gleich in der ersten Szene unverkennbar als eines seiner Werke identifizieren kann? Bei "Klassentreffen" besteht keine Sekunde Zweifel, dass es sich um den neuen Film jenes Filmemachers handelt, der mit Titeln wie "Keinohrhasen", "Kokowääh" und "Honig im Kopf" in den letzten zehn Jahren einige der erfolgreichsten deutschen Kinofilme gemacht hat. Der Stakkatoschnitt auch in vermeintlich ruhigen Dialogszenen, die superedle Ausstattung ,die üppigen Scope-Bilder, die nach einer großen Leinwand verlangen: alles längst Markenzeichen, die auch einen ungeduldigen Geist verraten. Exposition ist Schweiger ein Graus, weshalb er auch in diesem Remake des dänischen Kassenhits "Klassefesten" aus dem Jahr 2011, dem in den Jahren 2014 und 2016 zwei Fortsetzungen folgten, keine Zeit verschwendet und direkt einsteigt in eine Handlung, die am Original angelehnt ist und dessen Prämisse übernimmt, aber dann inhaltlich wie tonal eigene Wege geht. Auch bei Schweiger, der das Drehbuch gemeinsam mit Lo Malinke ("Hot Dog") geschrieben hat, geht es um drei Freunde aus Schulzeiten, Kindsköpfe, die sich bislang erfolgreich gegen das Erwachsenwerden gesperrt haben und zum 30. Jubiläum des Schulabschlusses einem Klassentreffen reisen, wo einer von ihnen, der trotz aller beruflicher und familiärer Erfolge vom Leben gestresste Nils, gespielt von Samuel Finzi, eine Rede halten soll. Mit dabei sind dann aber nicht nur der gerade geschiedene Andreas, gespielt von Milan Peschel, der erstmals für Til Schweiger vor der Kamera steht, und der immer Vollgas gebende Lebemann und Star-DJ Thomas, sondern auch die 17-jährige Tochter von Thomas' Lebensgefährtin, die den drei überkandidelten Gockeln ein ums andere Mal den Spiegel vorhält. Bis es im letzten Drittel dann auch echt emotional wird, dient der simple Plot ein ums andere Mal auch einfach als Rahmen für ausgedehnte Bad-Taste-Setpieces, die in der drastischen Tradition der Farrelly-Brüder stehen, allerdings nicht ganz deren Liebenswürdigkeit besitzen. Wie überhaupt der Ton von "Klassentreffen" oftmals derber ist, als man es bei Schweiger gewöhnt ist. Was vielleicht auch mit dem Thema des Films zu tun hat, in dem es ums Älterwerden geht und der seinen unverbesserlichen Kindsköpfen ihre Grenzen aufzeigt. Hämorriden, Erektionsstörungen, körperliche Zipperlein und generell der Zahn der Zeit sind hier Zielscheibe offener Gespräche und ruppiger Gags in einem Film, der auch ein bisschen wie ein Mainstreamentwurf von Oliver Rihs' nicht unähnlichen "Affenkönig", ebenfalls mit Samuel Finzi in einer der Hauptrollen, auch wenn es dieser deutschen Antwort auf die "Kindsköpfe"-Filme mit Adam Sandler dann doch um Versöhnung geht und eine Besinnung auf das, was wichtig ist: Freunde, Familie, Freude. Dabei geht es dem Film wie seinen drei Protagonisten: Richtig erwachsen werden will er nicht. Mal sehen, wie das bei den beiden angekündigten Sequels weitergeht. ts.

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Bewertung:

Cast

Helia 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
194 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
50 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
74 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
80 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Festival

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
86 5,00 x 2,50m Dolby Digital 7.1

Pali

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
248 7,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
153 (+ 2 Rollstuhlplätze) 10,89 x 5,86m Dolby Digital 5.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
362 (davon 20 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,41m Dolby Digital Atmos

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
239 (davon 12 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,52m Dolby Digital 7.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
132 (davon 8 D-Box Seats + 1 Rollstuhlplatz) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 1 Rollstuhlplatz) 10,89 x 6,16m Dolby Digital 7.1

Kino 6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
370 (+ 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
255 (+ 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
133 (+ 2 Rollstuhlplätze) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 5.1

Broadway

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 5,50 x 2,40m Dolby Digital 5.1

Bambi

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
98 5,70 x 3,20m Dolby Digital 7.1

Rex

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
235 11,10 x 4,80m Dolby Digital 7.1

Classic

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
120 4,50 x 2,50m Dolby Digital 7.1