Under the Silver Lake

Obwohl die Miete für sein Apartment in L.A. längst überfällig ist, hat Sam (Andrew Garfield) keine Lust, sich einen Job zu suchen. Er hängt lieber auf seinem Balkon ab, liest Comics und beobachtet mit dem Fernglas die Nachbarinnen. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist Sarah (Riley Keough) spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, in die er Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen verstrickt sieht. Seine Suche nach Sarah wird zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Obwohl die Miete für sein Apartment in L.A. längst überfällig ist, hat Sam (Andrew Garfield) keine Lust, sich einen Job zu suchen. Er hängt lieber auf seinem Balkon ab, liest Comics und beobachtet mit dem Fernglas die Nachbarinnen. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist Sarah (Riley Keough) spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, in die er Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen verstrickt sieht. Seine Suche nach Sarah wird zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

David Robert Mitchell schießt mit seinen ambitionierten L.A.-Neo-Noir "Under the Silver Lake" etwas übers Ziel hinaus. 2014 war Mitchell der Talk of the Croisette mit seinem brillanten Horrorfilm "It Follows", der in der Semaine de la Critique zu sehen gewesen war. Dass er 2018 mit seinem dritten Film der zweite von zwei Amerikanern ist (nach Spike Lee und seinem generell sehr positiv aufgenommenen "BlacKkKlansman"), der im Wettbewerb gelandet ist, ist Adelsschlag und logische Konsequenz. Er hat einen Film mit einer allumfassenden Ambition gemacht, der dieser Auszeichnung gerecht werden soll, einen Film über Los Angeles und das Kino, über Verschwörungstheorien und Labyrinthe und Sackgassen, beeinflusst von Raymond Chandler ebenso wie von David Foster Wallace, von Dashiell Hammett ebenso wie Thomas Pynchon. Einen Film in der Tradition von "Kiss Me Deadly" und "Chinatown", von "Night Moves" und "The Long Goodbye", von "The Big Lebowski" und "Inherent Vice", aber noch überdrehter und rätselhafter, dass immer wieder auch "Southland Tales" um die Ecke schaut, ein anderer Film eines angesagten kommenden Filmemachers, Richard Kelly, der sich nach einem Kultfilm ("Donnie Darko") an seinem Magnus Opus versuchte und so sehr verhob, im Wettbewerb von Cannes noch dazu, dass er sich von seinem Absturz nie mehr richtig erholt hat. "Under the Silver Lake" hat viel, was für ihn spricht, tolle Bilder, eine ganz eigene unheilvolle Stimmung, zahllose smarte (und manchmal auch nicht so smarte) Zitate einmal die Film- und Popgeschichte rauf und runter, einen megahippen 90s-Soundtrack mit "What's the Frequency, Kenneth" von R.E.M. als Centerpiece und so viele Ideen, dass sich damit mühelos der komplette Jahresslate eines Hollywoodstudios bestücken ließe. Aber es ist auch ein Film, der sich verheddert, der so viele Türen und Falltüren öffnet, dass man nicht weiß, durch welche man gehen soll. Auf gut deutsch: Man weiß verdammt mal nicht, was hier eigentlich vorgeht. Und fühlt sich wie der immer zugekiffte Doc Sportello in "Inherent Vice", der den Wald vor lauter Bäumen nicht sah. So ein Typ ist auch der eigenartige Kerl im Zentrum von "Under the Silver Lake", Sam, gespielt von Andrew Garfield, der sicherlich auch deshalb besetzt wurde, weil er wie ein junger Anthony Perkins (also Norman Bates) aussieht. Aus ihm wird man ebenso wenig schlau wie aus der Handlung: Er ist ein Typ ohne rechte Ambition, ohne Job, steht fünf Tage vor dem Rauswurf aus seiner Wohnung, ohne dass er etwas dagegen tun würde, hat eine Sexbeziehung mit einer hübschen Blonden, die ihn nicht weiter interessiert. Aber er hat Zeit zum Spannen in seiner hübschen Wohnung in Silverlake - und wer's nicht kapiert, dem hilft ein Poster von "Das Fenster zum Hof" an der Wand auf die Sprünge: Besonders hat es ihm eine attraktive Blondine angetan, die dann aber spurlos verschwindet, was Sam losschickt auf seine Reise ans Ende der Nacht, die so viele Haken schlägt, dass einem schwindlig wird. Das kann man als modernes Lynch-Pastiche sehen, ein "Mulholland Drive" für die Generation Snapchat. Oder eben als leere Hipster-Fingerübung, die den Verstand so schnell verliert wie ihr Held, nämlich am Anfang. ts.

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Cast

Helia 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
194 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
50 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
74 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
80 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Festival

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
86 5,00 x 2,50m Dolby Digital 7.1

Pali

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
248 7,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
153 (+ 2 Rollstuhlplätze) 10,89 x 5,86m Dolby Digital 7.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
362 (davon 20 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,41m Dolby Digital Atmos

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
239 (davon 12 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,52m Dolby Digital 7.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
132 (davon 8 D-Box Seats + 1 Rollstuhlplatz) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 7.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 1 Rollstuhlplatz) 10,89 x 6,16m Dolby Digital 7.1

Kino 6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
365 (+ 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
251 (+ 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
133 (+ 2 Rollstuhlplätze) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 7.1

Broadway

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 5,50 x 2,40m Dolby Digital 5.1

Bambi

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
98 5,70 x 3,20m Dolby Digital 7.1

Rex

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
235 11,10 x 4,80m Dolby Digital 7.1

Classic

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
120 4,50 x 2,50m Dolby Digital 7.1