The Salesman (Forushande)

Emad und seine Frau Rana sind ein liberales und kulturinteressiertes Paar. U.a. studieren sie in ihrer Laientheatergruppe Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" ein. Als sie aus ihrem Haus ausziehen müssen, vermittelt ein Theaterkollege ihnen eine neue Wohnung, in der eine Prostituierte gewohnt hat. Eines Abends wird Rana, als sie alleine zu Hause ist, überfallen. Die traumatisierte junge Frau will auf keinen Fall zur Polizei. Ihr bis dahin verständnisvoll auftretende Mann setzt alles daran, den Täter zu stellen statt Rana zu unterstützen. Emad und seine Frau Rana sind ein liberales Paar im Iran, studieren in ihrer Laientheatergruppe "Tod eines Handlungsreisenden" ein. Als sie aus ihrem Haus ausziehen müssen, vermittelt ein Theaterkollege eine neue Wohnung, in der eine Prostituierte gewohnt hat. Eines Abends wird Rana überfallen, als sie alleine zu Hause ist. Die traumatisierte junge Frau will auf keinen Fall zur Polizei. Ihr bis dahin verständnisvoll auftretender Mann setzt alles daran, den Täter zu stellen, anstatt Rana zu unterstützen. Nach einem Überfall in ihrer neuen Wohnung droht die Beziehung eines liberalen Paares im Iran zu zerbrechen. Intelligentes und spannendes Beziehungsdrama, mit dem Asghar Farhadi an seinen Erfolg "Nader und Simin" anknüpft.

Intelligentes und spannendes Beziehungsdrama, mit dem Asghar Farhadi an seinen Erfolg "Nader und Simin" anknüpft. Asghar Farhadi gehört spätestens seit seinem Bären- und Oscar-prämierten Film "Nader und Simin" zu den wichtigsten zeitgenössischen Filmemachern des Iran. Auch wenn seine Filme viel über das Leben in seinem Heimatland erzählen, haben sie wenig mit dem neorealistischen iranischen Kino eines Mohsen Makhmalbaf oder Majid Majidi gemeinsam. Auf meisterhafte Art gelingt es Farhadi, alltägliche Situationen mit fast Hitchcockhafter Suspense anzureichern, die er in aller Ruhe und äußerste präzise aufbaut. Nach seinem Ausflug nach Frankreich mit "Le passé" kehrt er nun wieder nach Teheran zurück und erzählt von einem liberalen, kulturinteressierten jungen Paar, dessen harmonische Beziehung jäh auf die Probe gestellt wird. Emad (Shahab Hosseini aus "Nader und Simin") ist Lehrer, gemeinsam mit seiner Frau Rana (Taraneh Alidoosti aus "Darbareye Elly") spielt er in einer Laientheatergruppe mit, die gerade Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" einstudiert. Interessant, wie das Stück hier an die kulturellen Gepflogenheiten angepasst wird: Die frivole Mätresse spricht in ihrem Text zwar davon, nackt zu sein, tritt aber mit rotem Regenmantel, Stiefeln und kokettem Hütchen auf, was zu entsprechender Belustigung der Zuschauer führt. Ganz nebenbei wird erwähnt, dass die staatlichen Zensoren sich wohl noch melden werden - Farhadis Filme haben immer auch eine politische Ebene. Rana und Emad müssen überstürzt aus ihrem über Nacht baufällig gewordenem Haus ausziehen, ein Theaterkollege vermittelt ihnen eine neue Wohnung auf dem Dach eines Wohnblocks. Zu Ranas Ärgernis hat die Vormieterin dort ihre Spuren hinterlassen. Noch immer lagern Möbel von ihr in einem Zimmer, die Nachbarn erzählen von ihren "häufigen Männerbesuchen", eine freundliche Umschreibung ihrer Tätigkeit als Prostituierte. Eines Abends wird Rana, als sie alleine zu Hause ist, überfallen. Auch wenn alles bei Andeutungen bleibt, drängt sich der Verdacht auf, dass sie vergewaltigt worden ist. Die traumatisierte junge Frau will auf keinen Fall zur Polizei gehen, so dass ihr bis dahin weich und verständnisvoll auftretender Mann alles daran setzt, den Täter zu stellen und dabei in übler Machomanier Ranas Wünsche und Bedürfnisse ignoriert. Offenkundig geht es ihm vor allem um seinen verletzten Stolz. Es kommt zu einem dramatischen Showdown mit einem eher Mitleid erregenden Missetäter, der die Beziehung zwischen Rana und Emad zu zerstören droht. Klug und präzise konstruiert Farhadi dieses brillant gespielte Drama um Rache, Schuld, und Vergebung. Erst am Ende des Films wird die Parallele zu Arthur Millers Stück deutlich: Wie der Handlungsreisende Willy Loman ist auch Emad ein Mann, der durch das Streben nach vermeintlichen Idealen seine Liebsten im Stich lässt. Oder zumindest kurz davor steht. zim.

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Bewertung:

Helia 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
194 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Helia 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
50 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
74 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
80 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Festival

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
86 5,00 x 2,50m Dolby Digital 7.1

Pali

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
315 7,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
153 (+ 2 Rollstuhlplätze) 10,89 x 5,86m Dolby Digital 5.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
362 (davon 20 Comfort/D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,41m Dolby Digital 7.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
239 (davon 12 Comfort/D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,52m Dolby Digital 7.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
132 (davon 8 Comfort/D-Box Seats + 1 Rollstuhlplatz) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 1 Rollstuhlplatz) 10,89 x 6,16m Dolby Digital 5.1

Kino 6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
370 (+ 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
255 (+ 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
133 (+ 2 Rollstuhlplätze) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 5.1

Broadway

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 5,50 x 2,40m Dolby Digital 5.1

Bambi

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
98 5,70 x 3,20m Dolby Digital 7.1

Rex

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
235 11,10 x 4,80m Dolby Digital 7.1

Classic

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
120 4,50 x 2,50m Dolby Digital 7.1