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Hannah Herzsprung

  • Geschlecht:
    weiblich
  • Geburtsdatum:
    07.09.1981
  • Geburtsland:
    BRD

Biographie

Deutsche Schauspielerin. Unter ihren Generationskolleginnen Julia Jentsch, Sandra Hüller und Katharina Schüttler ist Hannah Herzsprung die mit den extremen Rollen, leidet unter Borderline-Syndrom, bringt sich als Heiminsassin um und ist als überforderte, aggressive, zornige junge Frau immer kurz vor der Explosion. Als Mörderin Jenny, die in Chris Kraus' Drama "Vier Minuten" (2006) im Gefängnis von einer alten Klavierlehrerin (Monica Bleibtreu) zur Pianistin ausgebildet wird, schaffte Herzsprung den Durchbruch. Sie ist in Alain Gsponers Drama "Das wahre Leben" (2006) suizidgefährdete Nachbartochter von Katja Riemann und Ulrich Noethen und verliebt sich in deren Sohn. 2007 stand sie als junge Liesl Karlstadt in Jo Baiers "Karl Valentin und Liesl Karstadt" vor der Kamera. 2008 gehört sie als RAF-Terroristin Susanne Albrecht zum Ensemble von Bernd Eichingers und Uli Edels "Der Baader-Meinhof Komplex". Sie glänzt mit Nebenrollen in internationalen Großporduktionen wie "Der Vorleser" ebenson wie in TV-Serien á la "Weissensee". Hannah-Rebecca Herzsprung wurde 1981 in Hamburg als Tochter des Schauspielers Bernd Herzsprung geboren. Sie besuchte ein Internat in Surrey in der Nähe von London und nahm Ballettunterricht. Herzsprung arbeitete als Produktionsassistentin in der "Bullyparade" und debütierte 1997/98 als Mimi in der Familienserie "Aus heiterem Himmel" (23 Folgen). Mit ihrer Schwester Sara übernahm sie 2002 die Moderation der Tele-5-Clip-Show "musicbox" und begann eine Fernsehkarriere. In der Krimi-Reihe "Unter Verdacht" (mit Senta Berger als interne Ermittlerin Dr. Prohacek) ist sie in der Folge "Morgenröte" (2003) zu sehen, in der Internatsserie "18 - Allein unter Mädchen" (2003/04) ist sie die 17-jährige Vera, die ihren Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs anklagt. Im Drama "Emilia - Die zweite Chance" (2004, mit Senta Berger) leidet sie unter Borderline-Syndrom und begeht Selbstmord. Herzsprung war in "Soko 5113", "Stolberg", "Das Duo", der Comedy-Show "Tramitz & Friends" (2003), einer Episode von "Der 1. Mai" (2007) und in Nicolai Rhodes "Der Lotse" (2007) zu sehen. 2003 begann Hannah Herzsprung ein Studium der Kommunikationswissenschaft, das sie 2005 wegen der Dreharbeiten zu "Vier Minuten" und "Das wahre Leben" abbrach. Für "Vier Minuten" wurde sie unter 1200 Schauspielerinnen gecastet, lernte vier Monate Klavierspiel und Boxen. 2007 wurde sie für Stephen Daldrys Verfilmung des Bestsellers "Der Vorleser" von Bernhard Schlink als Julia besetzt. Herzsprung spielte in "Werther" dessen verehrte Lotte" und war als Novizin Richardis in "Vision" über Hildegard von Bingen zu sehen. In der Bestsellerverfilmung "Lila, lila" verdrehte sie Daniel Brühl derart den Kopf, dass dieser sich zu einem Romanplagiat hinreißen ließ. In der zeitgemäßen Neuverfilmung "Ludwig II." spielte Hannah Herzsprung die Rolle, in der einst Romy Schneider als "Sissi" dauerverniedlicht wurde und gewann der Figur ganz neue Facetten ab. Besonders eindrucksvoll war sie als Hauptdarstellerin der drei Generationen überspannenden Familiensaga "Der Geschmack von Apfelkernen". Herzsprung leiht auch immer wieder in großen US-Produktionen animierten Figuren ihre Stimme, so der Zahnfee in "Hüter des Lichts" oder Schlumpfine in "Die Schlümpfe 2". Aktuell ist sie im Historiendrama "Die geliebten Schwestern" Teil der Dreiecksbeziehung um den Dichter Friedrich Schiller. Hannah Herzsprung wurde für "Vier Minuten" 2007 als Nachwuchstalent mit dem Bayerischen Filmpreis, mit dem Undine Award und dem New Faces Award ("Bunte") ausgezeichnet. Für "Das wahre Leben" erhielt sie 2007 den Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin. Sie ist deutsche Kandidatin für den "European Shooting Star 2008". Hannah Herzsprung lebt in Berlin.

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