Sally Potter

  • Geschlecht:
    weiblich
  • Geburtsdatum:
    19.09.1949
  • Geburtsland:
    Großbritannien

Biographie

Tanz, Choreographien und die Rollenmuster von Frauen und Männern stehen im Zentrum der Filme von Sally Potter, deren Virginia-Woolf-Adaption "Orlando" 1993 für zwei "Oscars" (Kostüme und Ausstattung) nominiert wurde. Orlando (Tilda Swinton) ist ein junger Aristokrat, der sich im Verlauf einer vier Jahrhunderte umfassenden Zeitreise durch die Kolonialära, die Aufklärung, die Französische Revolution und die Gegenwart, in eine Frau verwandelt. Ähnlich wie in Ulrike Ottingers vorher entstandener Adaption des Stoffes, in "Freak Orlando" (1981), interessiert Potter der Wandel der Gesellschaft. Potter wurde 1949 geboren, erfuhr eine Tanzausbildung in London, gehörte als Musikerin und Tänzerin zur Avantgardeszene der 1970er-Jahre, trat als Solotänzerin auf und verband ihre Performances mit feministischen Parolen. Ersten Experimenten mit dem Medium Film folgte 1984 das mit Julie Christie in der Hauptrolle besetzte Schwarz-Weiß-Musical "The Gold Diggers", das ausschließlich aus einer Frauencrew bestand und statt einer nacherzählbaren Handlung weibliche Rollenrepräsentationen und die Kritik daran durchexerzierte. Der Film wurde ein kommerzielles Desaster. Nach dem Überraschungserfolg von "Orlando" wandte sich Potter wieder ganz Tanz und Musik zu und inszenierte den halbautobiografischen Tanzfilm "The Tango Lesson" (1997), in dem eine Regisseurin in der Krise (Potter) bei einem Tänzer Unterricht nimmt und zu seiner Partnerin aufsteigt. Der Tango-Boom in Europa trug wesentlich zum Erfolg des hervorragend von Robby Müller fotografierten Films bei. Historienfilm und Musik kreuzte die Filmemacherin, die auch häufig die Musik zu ihren Filmen selbst schreibt, auch in "In stürmischen Zeiten" (2000), ihr bis dato konventionellster Film. Mit "Yes" (2004) brach sie mit allen Konventionen, indem sie die Protagonisten der Liebesgeschichte zwischen einer kühlen Politikergattin und einem hochemotionalen libanesischen Koch in Versform sprechen lässt. Besonderes Lob erntete sie dafür auf dem Brisbane Filmfestival; dort gewann sie den Interfaith Award 2005. Jude Law, Steve Buscemi und Judi Dench sind die Hauptakteure in ihrem jüngsten Werk "Rage", in dem ein Schüler in die abgekapselte New Yorker Modewelt eindringt und seine Eindrücke mit der Digicam konserviert. Als ein Model tödlich verunglückt und ein Mordverdacht im Raum steht, sollen die Filmsequenzen zur Aufklärung beitragen. Der Thriller wurde für den Goldenen Bären auf der Berlinale 2009 nominiert.

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Filmographie

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