Veronica Ferres

  • Geschlecht:
    weiblich
  • Geburtsdatum:
    10.06.1965
  • Geburtsland:
    BRD

Biographie

Sie ist einer der wenigen weiblichen deutschen Filmstars und hat nach Jahren als Loreley des deutschen Films, Inbegriff des "Superweib", "Chaos-Queen" mit langen blonden Haaren und unwiderstehlicher Ausstrahlung, hüllenlose Muse von Medienmachern und Männerfantasie diese Jahre hinter sich gelassen. Veronica Ferres wurde in einem knappen Jahrzehnt seit ihrer Landpomeranze und Nackt-Modell für den Hitler-Fälscher in Helmut Dietls Satire "Schtonk!" bis zu ihrer reifen Leistung als Goethes Geliebte und Ehefrau Christiane Vulpius in Egon Günthers "Die Braut" zur Charakterdarstellerin, die parallel Kino- und TV-Karriere betreibt und mittlerweile eine der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Schauspielerinnen ist.

Veronica Ferres, 1965 in Solingen als Tochter eines Kartoffelhändlers geboren, ging nach dem Abitur nach München und wurde von keiner der zwölf Schauspielschulen, bei denen sie sich bewarb, aufgenommen. Sie jobbte als Kindermädchen, klebte Plakate und trat als Statistin auf der Bühne auf, spielte dann bei Walter Bockmayer 333 Mal die "Geierwally", was sie in der Filmversion nicht durfte. Ihre erste Filmrolle war die Bundesbahnschaffnerin in Ulf Miehes "Der Unsichtbare", dann wurde sie von Regisseur Helmut Dietl entdeckt, der bis zu ihrer Trennung im Februar 2000 ihr Lebenspartner, Mentor, Manager und Regisseur dreier erfolgreicher Kinofilme war. Nach "Schtonk!" war es vor allem die sich verbissen und mit allem erotischen Einsatz des Körpers nach oben arbeitende Schauspielerin aus dem Kindertheater, die in "Rossini" die begehrte Filmrolle der Loreley ergatterte, die für Ferres Erfolg, endgültigen Durchbruch und Bestätigung ihres schauspielerischen Könnens bedeutete. Der dritte Dietl-Film "Late Show" spielt bereits mit Ferres' bekannter Karriere und Image als "Das Superweib" - der Bestsellerverfilmung von Sönke Wortmann, in der Ferres als allein erziehende Mutter und Amateurschriftstellerin einen Reigen von klischeehaften Lebensabschnitten vorführt, in dem sie naiv wie die Monroe und tapfer wie Schneewittchen eine deutsche Karriere bestreitet. Ferres' Mischung aus unschuldiger Raffinesse und eiskalter Nymphe kam in TV-Rollen wie "Eine ungehorsame Frau" oder "Die Chaos-Queen" ebenso zum Tragen. Neu für die deutsche Komödie war die unverblümte Körperlichkeit, die die 1,80 Meter große Blondine natürlich und gezielt einsetzt.

Veronica Ferres trat in internationalen Produktionen neben John Malkovich (Muse des Malers "Klimt") auf. Sie spielte in TV-Mehrteilern wie Edgar Reitz' "Die zweite Heimat", an der Seite von Catherine Zeta-Jones in "Katharina die Große", neben Gérard Depardieu in "Les Misérables" und "Balzac" und als Ehefrau des Schrifststellers Heinrich Mann in Heinrich Breloers "Die Manns". Sie war in Reihen wie "Tatort" zu sehen und in NS-Dramen wie "Annas Heimkehr", als Mörderin in "Die Rückkehr des Tanzlehrers" und als Farmerin in "Kein Himmel über Afrika". Als Mutter von Sprotte kehrte sie in der erfolgreichen Verfilmung der Jugendromanreihe "Die wilden Hühner" ins Kino zurück.

Im März 2000 stand Veronica Ferres erstmals im Münchner Residenztheater in Carl Sternheims "Die Kassette" auf der Bühne. Seitdem war sie u.a. drei Jahre die Buhlschaft in der Salzburger "Jedermann"-Aufführung. 2006 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie die für sie geschriebene Rolle einer alternden Hure in Wilhelm Genazinos Stück "Courasche" ablehnte, weil sie ihren künstlerischen Ansprüchen nicht genüge. Ferres ist seit 2000 begehrte Werbeträgerin (u.a. e.on und, mit Franz Beckenbauer, O2).

2005 wurde Veronica Ferres als erste Künstlerin mit dem DIVA - Hall of Fame German Award ausgezeichnet.

Nach der Trennung von Helmut Dietl heiratete Veronica Ferres 2001 Martin Krug, mit dem sie eine Tochter hat. Das Paar trennte sich 2008.

Aktuell im Kino:


Filmographie

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