Judi Dench

  • Geschlecht:
    weiblich
  • Geburtsdatum:
    09.12.1934
  • Geburtsland:
    Großbritannien

Biographie

Die mollige Britin mit dem Kurzhaarschnitt und dem stechenden Blick ist seit "Goldeneye" Chefin des MI 5 und damit direkte Vorgesetzte des Geheimagenten James Bond 007, den sie zunehmend wegen seiner Macho-Attitüden scherzhaft kritisiert, von dem sie aber in "Die Welt ist nicht genug" aus dem Kerker des größenwahnsinnigen Robert Carlyle gerettet werden musste.

Judi Dench ist als Theaterschauspielerin mit über 70 Produktionen, viele davon Shakespeare-Stücke, eine feste Größe in England. Sie kam nach zahlreichen TV-Auftritten Mitte der 1980er-Jahre relativ spät zum Film, wo sie mit ihrer herrschaftlichen Erscheinung mehrfach Monarchinnen spielte, so die Königin Elizabeth I. in "Shakespeare in Love", der ihr 1999 den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle brachte, und Königin Victoria in "Ihre Majestät Mrs. Brown". Dench gehörte als exaltierte, Byrons Verse zitierende Engländerin zum Kreis der Damen, die in "Tee mit Mussolini" vom Diktator interniert werden, und spielte Nebenrollen in Kenneth Branaghs "Hamlet" und "Henry V.", in James Ivorys "Zimmer mit Aussicht", in Oliver Parkers Oscar-Wilde-Verfilmung "Ernst sein ist alles" sowie in Joe Wrights Kinoneuverfilmung von Janes Austens Romanklassiker "Stolz und Vorurteil".

In Richard Eyres "Iris" war Dench die an Alzheimer erkrankende Schriftstellerin Iris Murdoch, deren Geist von der Krankheit Schritt für Schritt ausradiert wird. Als resolute Tante bot Dench in Lasse Halströms "Schiffsmeldungen" dem traumatisierten Kevin Spacey in Neufundland die Möglichkeit für einen Neubeginn, während sie sich angeblich durch den Charme Vin Diesels dazu überreden ließ, als Feen ähnliche Botschafterin im SF-Actioner "Riddick - Chroniken eines Kriegers" aufzutreten. In Charles Dances "Der Duft von Lavendel" nimmt Dench gemeinsam mit Filmschwester Maggie Smith einen 1936 an der Küste von Cornwall gestrandeten Schiffbrüchigen (Daniel Brühl) auf und verliebt sich in den jungen Mann, wohl wissend, dass für sie die Liebe zu spät kommt.

Zu ihren fünf Oscar-Nominierungen zählte 2006 die Hauptrolle in Stephen Frears Komödie "Lady Henderson präsentiert", in der sie als gelangweilte reiche Witwe ein Theater kauft und mit Hilfe eines Managers (Bob Hoskins) das erste Non-Stop-Variété in England leitet. 2007 wurde sie für ihre Darstellung der älteren Lehrerein Barbara in "Tagebuch eines Skandals", die sich mit einer jüngeren Kollegin (Cate Blanchett) anfreundet und deren Affäre mit einem Schüler zunächst deckt, für einen Oscar und einen Saturn Award nominiert. Erneut als "M", der Chefin von James Bond, trat sie in den beiden Bondfilmen "Casino Royale" und 2008 "Ein Quantum Trost" auf und erhielt im selben Jahr den Europäischen Filmpreis für ihr Lebenswerk.

Dench wurde 1988 zur Dame Judi Dench geadelt. Im Lauf ihrer Karriere erhielt sie über 30 Film- und Theaterauszeichnungen. Von 1971 bis zu seinem Tod 2001 war Dame Judi Dench mit dem Schauspieler Michael Williams verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Finty Williams ist ebenfalls auf der Leinwand zu sehen.

Aktuell im Kino:

Victoria & Abdul
()
Produktionsjahr:
2017
Mord im Orient Express
(Murder On The Orient Express)
Produktionsjahr:
2017

Filmographie

Starnews

©Yuriko Nakao/Getty Images
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