Wunder

August Pullman (Jacob Tremblay), der von allen "Auggie" genannt wird, ist humorvoll, schlau und liebenswert, hat eine tolle Familie und ist dennoch seit seiner Geburt ein Außenseiter. Denn er hat aufgrund eines Gendefektes ein stark entstelltes Gesicht, das es unmöglich erscheinen lässt, dass er auf eine reguläre Schule geht. Stattdessen wird er zu Hause von seiner Mutter Isabel (Julia Roberts) unterrichtet. Als er jedoch zehn Jahre alt wird, diskutieren seine Mutter und sein Vater (Owen Wilson) darüber, ihn nicht vielleicht doch am üblichen Schulbetrieb teilnehmen zu lassen, weshalb er in die fünfte Klasse an der Beecher Prep geht. Dort lernt er trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich mit seinem Äußeren zu arrangieren und findet schnell neue Freunde.

Auggie Pullman (Jacob Tremblay) was born with a visual birth defect that sets him apart from all the other kids. The clever boy is home-schooled by his mother (Julia Roberts), who has given up everything for her son. His laid-back dad (Owen Wilson) and his older sister are also big supporters. But one day Auggie decides that he wants to go to a regular school â?? without the astronaut helmet he usually wears to hide his face and avoid ridicule. A challenging journey for a brave little boy.

Anrührendes Drama über einen Zehnjährigen mit entstelltem Gesicht, das sich seine Emotion und Tränen ehrlich verdient. Nur wo Walden Media draufsteht, ist dann auch emotionales Erbauungskino mit christlicher Botschaft drin. Das traf auf frühe Walden-Filme wie "Die Chroniken von Narnia" zu, das trifft auf" Wunder" zu, die dritte Regiearbeit des Schriftstellers Stephen Chbosky. Tatsächlich sind die ersten 15 Minuten dieses Films über einen Zehnjährigen mit von Geburt an entstelltem Gesicht, der sich aus dem behüteten Schoß seiner Familie in die Schule wagt und aller Widerstände zum Trotz durchsetzt, so angefüllt mit zuckersüßer Musik, tiefen Blicken und gnadenloser Warmherzigkeit, dass man vermutlich das Kino verlassen würde, wenn man nicht wüsste, dass es sich um den neuen Film des Machers von "Vielleicht lieber morgen" handelt, einen der besten Filme über das Erwachsenwerden und den Schmerz erster Liebe der letzten Jahre. Der Vertrauensvorschuss zahlt sich aus, denn "Wunder" ist ein solches, ein Film, der ans Herz geht und zu Tränen rührt - und sich diese Emotionen verdient hat. Die Verfilmung des Romans von R.J. Palacio steht deutlich in der Tradition von Peter Bogdanovichs "Die Maske" aus dem Jahr 1985. Er hat ein Gespür für seine Figuren und ein großes Herz auch für die Charaktere, die hier zunächst als Antagonisten angelegt scheinen. "Jeder hat seine Gründe", heißt es in Renoirs "Die Spielregel". Chbosky beherzt das auf eine Weise, die den Film einerseits entwaffnend sein lässt, aber auch eine Struktur verleiht, die komplexer ist, als es die ersten, leicht enervierenden Szenen vermuten lassen würden. "Wunder" bleibt eben nicht immer bei seiner Hauptfigur Auggie Pullman, ein ausgesprochen aufgeweckter Junge, gespielt von dem bemerkenswerten Jacob Tremblay aus "Raum", der daheim von seiner Mutter unterrichtet wird, die alles für ihn aufgegeben hat: Wenn Auggie sein Zuhause verlässt, dann trägt er einen Astronautenhelm - lieber sich auslachen lassen, als von den Menschen wie ein Freak angestarrt zu werden. Rückhalt findet er nicht nur bei der von Julia Roberts mit einem Maximum an besorgtem Rehaugenblick gespielten Mama, sondern auch bei seinem lässigen Dad, den Owen Wilson als lässigen Surferdude im Geschäftsanzug spielt, und seiner älteren Schwester Via. Als man sich gerade daran gewöhnt hat, dass man nun Auggie dabei zusieht, wie er sich mit der harschen Realität in seiner neuen Schule arrangiert, wo ihn andere Jungs wegen seines Aussehens als "Barf Hideous" verhöhnen, da schwenkt Chboskys ein Kapitel lang zu Via und was es für sie bedeutet, mit einem besonderen Bruder aufzuwachsen, der stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Und dann zu ihrer ehemals besten Freundin, die auf einmal nichts mehr von ihr wissen will, wie es scheint. Und dann zu einem Jungen, der sich mit Auggie angefreundet hat und ihn auf einmal vor den Klassenkameraden blamiert. Weil Chbosky sich auch für sie Zeit nimmt und zeigt, warum sie machen, was sie machen, entsteht ein schönes Kaleidoskop, ein Sinn für Gemeinde und Gemeinschaft: Als Freak und unverstanden kann man sich auch fühlen, wenn das Gesicht nicht entstellt ist. Wenn "Wunder" am Ende ein Happy-End hat, dann fühlt es sich nicht forciert ein, sondern erarbeitet im Einverständnis mit dem Publikum. Und dafür nimmt man auch den zuckersüßen Score in Kauf. ts.

Vielen Dank für Ihre Bewertung!
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Bewertung:

Cast

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
183 12,00 x 5,02m Dolby Digital 5.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
172 9,90 x 4,10m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
60 3,75 x 1,70m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
86 5,20 x 2,50m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
225 12,00 x 5,40m Dolby Digital 5.1