Ready Player One

Im Jahr 2045 spielt sich das Leben vieler Menschen auf der heruntergekommenen Erde zum größten Teil nur noch in OASIS ab. Das ist eine vom Programmierer und Web-Designer James Halliday erfundene virtuelle Welt, die mehr als die düstere Realität zu bieten hat. In dieser Simulation können Nutzer beinahe alles machen und erleben. Die meiste Zeit seines jungen Lebens verbringt auch der Teenager Wade Watts damit, in diese Welt einzutauchen: Dort reist er mit seinem Avatar Parzival zu verschiedenen Orten innerhalb der künstlichen Sphäre, besucht zum Beispiel die virtuelle Schule und zockt Videospiele. Nach dem Tod des Erfinders entbrennt eine Schnitzeljagd, denn Halliday hat in OASIS ein Easter Egg versteckt. In seinem Testament hat er vermerkt, dass der Finder dieses verborgenen Schatzes sein Vermögen inklusive der OASIS erbt. Halliday selbst war ein großer Fan der Popkultur der 1980er Jahre, also recherchiert Wade was das Zeug hält und liest Bücher, sieht Filme und Serien, hört Musik und spielt die Games aus dem Jahrzehnt. Doch Wade hat große Konkurrenz: Nolan Sorrento, ein hohes Tier in einer Internet-Firma, will das Oasis-Spiel unbedingt gewinnen. Dann kann er den Eintritt ins virtuelle Paradies so richtig teuer machen.

Wohin flüchten, wenn die Welt nicht mehr viel verspricht? In der nahen Zukunft ist die Welt aufgrund einer lang anhaltenden wirtschaftlichen Rezession und massiven Ressourcenmangels nur noch ein Schatten ihrer selbst. Zur inneren Emigration lädt eine Online-Plattform namens OASIS ein, ein gigantisches Multiplayer-Simulations-Spiel. Hier verbringt Wade Watts (Tye Sheridan) einen großen Teil seines täglichen Lebens. OASIS zu spielen ist seine Profession. Als der Erfinder des Spiels, James Halliday, plötzlich stirbt, offenbart sein letzter Wille eine große Überraschung: Halliday hat im Spiel drei Schlüssel versteckt, die der Reihe nach drei Tore öffnen. Hinter der letzten Tür verbergen sich die Zugangsdaten zu seinem unermesslichen Vermögen. Das Spiel ist eröffnet, und Wade nimmt als Crack selbstredend daran teil. Doch die Jagd wird schnell wortwörtlich genommen und Wade muss sich bald ernsthaften Gefahren in beiden Welten entgegenstellen.

Herausragende Adaption des Bestsellers von Ernest Cline, in dem ein Jugendlicher in einer virtuellen Welt drei vertrackte Rätsel lösen muss. Als einer der Ritter der Tafelrunde war Parzival einer der entscheidenden Protagonisten bei der Suche nach dem Heiligen Gral. Dass der Jugendliche Wade die mythische Figur in "Ready Player One" als Namen für seinen Avatar in der virtuellen Welt der Oasis verwendet, ist also naheliegend, ist aber auch anderweitig logisch, weil Parzival aufgrund seiner Herkunft ein Außenseiter im Ritterverbund blieb. So wie sich Wade eben fühlt in der realen Welt, die den Menschen nicht viel bieten kann außer ein Leben in aufeinandergestapelten und notdürftig möblierten Parzellen. Wer etwas erleben und aus sich machen will, der taucht ein in die Oasis, ein Second-Life-Konstrukt des verstorbenen Computergenies Halliday, der seinen Fans kurz vor seinem Tod noch ein besonderes Geschenk gemacht hat. Er hat in der Matrix der Oasis drei Ostereier versteckt, drei vertrackte Rätsel. Wer sie löst, wie einst Indiana Jones erraten musste, welcher Kelch der heilige Gral ist, wird die Herrschaft über die virtuelle Welt übernehmen. Was nicht nur Abermillionen von jugendlichen Fans auf den Plan ruft, sondern auch eine multinationale Firma, die die eigentlich zum Wohle der Menschheit entwickelte Oase des Philanthropen Halliday zu ihrem Vorteil ausschlachten will. Ein Kampf der Guten gegen die Bösen ist vorprogrammiert, von David gegen Goliath, eine Robinhoodiade, so simpel, wie nur großes Kino sein darf, aber eben auch ein Augenschmaus mit zahllosen Anspielungen und Referenzen an Film, Fernsehen und Popkultur der Achtziger. Womit Steven Spielberg sich auch vor sich selbst verbeugt: Er hat einen Film gemacht über eine Kultur, die er selbst geprägt hat wie kein anderer. Und er scheint endlich wieder Spaß zu haben, sein Publikum zu packen und einfach nur zu unterhalten, nach den ernsten und schwer wiegenden Filmen der letzten Jahre. Ja, er selbst ist Halliday, den er auf der Leinwand von dem wie immer brillanten Mark Rylance spielen lässt, und die Oasis, ist sie nicht genau so wie das Kino selbst, ein Ort, an den sich die Menschen flüchten, um dem Alltag zu entkommen. Oder um das Bild von der Tafelrunde weiterzuführen: Spielberg ist Merlin, der Magier, der bei der Verfilmung des Kultromans von Ernest Cline, den dieser gemeinsam mit Zak Penn selbst adaptiert hat, wieder Bilderwelten zaubert , wie man sie noch nicht gesehen hat, die staunen lassen, angefüllt mit Verweisen auf "King Kong", "Zurück in die Zukunft", "Blade Runner", "Der Gigant aus dem All" und viele mehr und voller Zitate des eigenen Schaffens: ein vaterloser furchtloser Held, umgeben von den "Lost Boys", die im digitalen Zeitalter natürlich Gamer aus aller Herren Länder sein müssen. Und wer ist Bösewicht Sorrento, gespielt von Ben Mendelsohn, wenn nicht Hook oder etwa Toht aus "Jäger des verlorenen Schatzes"? An der Oberfläche ist "Ready Player One" nur ein verwegener Thrillride, der in eine computeranimierte Welt einlädt, in der alles möglich scheint, ein Triumph des Unterhaltungskinos, ein weniger düsterer "Matrix" über einen Jungen und ein Mädchen - Tye Sheridan und Olivia Cooke - gegen den Rest der gottverdammten Welt. Wenn man nur kurz hinter den Vorhang blickt, entdeckt man aber einen Film wie ein Eschergemälde, der sich wild um sich selbst zu drehen und nach Belieben ineinander zu falten scheint. Und im Kern doch eines ist: eine Gelegenheit für Steven Spielberg, sich vor dem Regisseur zu verbeugen, den er für den Größten seiner Zunft hält: Wie hier in der Mitte des Films dem Genie von Stanley Kubrick gehuldigt wird, dessen geplantes Projekt "A.I." Spielberg einst realisiert hat, ist so wunderbar, dass selbst die große Schlacht zum Showdown des Films dagegen verblasst. ts.

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Bewertung:

Cast

Rex

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
235 11,10 x 4,80m Dolby Digital 7.1

Helia 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
194 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
153 (+ 2 Rollstuhlplätze) 10,89 x 5,86m Dolby Digital 7.1

Classic

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
120 4,50 x 2,50m Dolby Digital 7.1

Helia 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 8,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
362 (davon 20 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,41m Dolby Digital Atmos

Helia 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Broadway

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
88 5,50 x 2,40m Dolby Digital 5.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
239 (davon 12 D-Box Seats + 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,52m Dolby Digital 7.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
132 (davon 8 D-Box Seats + 1 Rollstuhlplatz) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 7.1

Helia 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
50 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Bambi

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
98 5,70 x 3,20m Dolby Digital 7.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
162 (+ 1 Rollstuhlplatz) 10,89 x 6,16m Dolby Digital 7.1

Helia 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
74 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

Helia 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
80 4,00 x 2,00m Dolby Digital 7.1

K6 deluxe

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
365 (+ 2 Rollstuhlplätze) 15,83 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Festival

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
86 5,00 x 2,50m Dolby Digital 7.1

K7 deluxe

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
251 (+ 2 Rollstuhlplätze) 13,05 x 7,98m Dolby Digital 7.1

Pali

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
248 7,00 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
133 (+ 2 Rollstuhlplätze) 9,15 x 5,65m Dolby Digital 7.1