By the Sea

Mitte der Siebzigerjahre reisen die ehemalige Tänzerin und der Schriftsteller Roland gemeinsam durch Südfrankreich. Die Ehe der beiden hat schon bessere Zeiten gesehen; die Stimmung ist angespannt. Mehr und mehr driften sie auseinander. Das ändert sich in einer kleinen Hafenstadt, in dem der Kontakt zu einem Hotelbesitzer und einem Barmann zu einer Annäherung der beiden führt, die allerdings nicht schmerzfrei vonstatten geht. Mitte der Siebzigerjahre reisen die ehemalige Tänzerin Vanessa und der Schriftsteller Roland durch Südfrankreich. Die Ehe der beiden hat schon bessere Zeiten gesehen; die Stimmung ist angespannt. Mehr und mehr driften sie auseinander. In einer kleinen Hafenstadt kommen sie in einer edlen Hotelsuite zur Ruhe. Der Kontakt zu einem Barmann führt zu einer ersten neuen Annäherung, dann zieht ein frisch verheiratetes junges Ehepaar in das Zimmer nebenan. Vanessa und Roland beginnen sie durch ein Loch in der Wand zu beobachten. Ein nach einem Trauma voneinander entfremdetes Ehepaar steht in Südfrankreich vor den Trümmern seiner Partnerschaft. Ehedrama vor südfranzösischer Kulisse im Stil von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf".

Faszinierendes Drama mit erotischer Spannung, in dem ein amerikanisches Ehepaar in der Krise Zuflucht in Südfrankreich sucht. Angelina Jolie ist der größte weibliche Superstar der Welt. Was sie will, das bekommt sie. Für ihre dritte Regiearbeit - nach dem überernsten "The Land of Blood and Honey" und dem bombastischen "Unbroken" - wollte sie, die sich nach ihrer Hochzeit mit Brad Pitt im Jahr 2014 hier erstmals Angelina Jolie Pitt nennt, einen kleinen persönlichen Film: eine Hommage an das europäische Kunstkino der Sechziger- und Siebzigerjahre, in dem sie und ihr Gatte anstelle von Elizabeth Taylor und Richard Burton ein glamouröses Ehepaar spielen, bei dem Eiszeit herrscht. Als Fingerzeig auf private Befindlichkeiten sollte "By the Sea" allerdings nicht verstanden werden. Autobiographische Verweise beschränken sich in dem im Jahr 1975 spielenden Film eher auf die unstete Ehe von Jolie Pitts Eltern, den Schauspielern Jon Voight und Marcheline Bertrand, die sich 1976, ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter, trennten. Auch die verständlichen Vergleiche mit Godards "Die Verachtung", Antonionis "Die Nacht" oder Nichols' "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" bringen einen nicht wirklich weiter, weil dieser in Ennui, Schmerz und Trauer schwelgende Film zwar Elemente der Vorbilder aufgreift, aber mit seinem Ausstellen von körperlicher und seelischer Pein doch vor allem ganz eng mit den beiden anderen Filmen der Regisseurin Jolie Pitt verbunden ist. Das Thema ist stets gleich, einzig die Form ist eine andere. Hier kommt also das seit 14 Jahren verheiratete amerikanische Ehepaar Bertrand an einen entlegenen Fleck in Südfrankreich an, um seine Wunden zu lecken. Er ist Schriftsteller, leidet aber an einer Blockade, raucht wie ein Schlot und säuft wie ein Loch. Sie ist ehemalige Tänzerin, ist depressiv, frisst Pillen und scheint zu keiner menschlichen Regung mehr fähig zu sein: das personifizierte Leiden, die Mutter der Tränen. Der Grund dafür bleibt zunächst verborgen. Dafür kommt aber Leben in die Sache, als ein junges französisches Paar auf Flitterwochen, gespielt von Mélanie Laurent, Pitts Ko-Star in "Inglourious Basterds", und Melvil Paupoud, in das Zimmer nebenan zieht und das amerikanische Paar sie durch ein Loch in der Wand zu beobachten und auf diese Weise wieder Kontakt zueinander aufzunehmen beginnt. Das sind die besten Momente des Films, wenn Erotik in der Luft liegt und die beiden Hauptfiguren zwischen leiser Euphorie und tiefer Verzweiflung oszillieren. Leider wird die Auflösung im dritten Akt dem sorgsamen Aufbau nicht wirklich gerecht. Was schade ist, weil "By the Sea" gerade als Eitelkeitsprojekt so fürchterlich faszinierend ist und Pitt Jolie als deutlich gewachsene Filmemacherin zeigt. Wie es ihr selbst in den intimsten Momenten nicht gelingen will, nicht wie ein Mensch aus Fleisch und Blut zu wirken, sondern immer eine stilisierte Figur bleibt, die größer ist als das Leben, gibt dieser von Christian Berger filigran gefilmten Studie eines ganz persönlichen Kreuzwegs eine ganz besondere Spannung, der man sich nur schwer entziehen kann. ts.

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Bewertung:

Cast

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
692 (davon 20 D-BOX Seats) 23,00 x 9,80m Dolby Digital Atmos

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
164 10,00 x 4,30m Dolby Digital 7.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
319 13,00 x 5,50m Dolby Digital 7.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
319 13,00 x 5,50m Dolby Digital 7.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
271 12,10 x 5,20m Dolby Digital 7.1

OnyxLED

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
228 (davon 8 D-BOX Seats) 10,30 x 5,40m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
232 10,50 x 4,50m Dolby Digital 7.1

Kino 8

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
271 12,00 x 5,10m Dolby Digital 7.1

Kino 9

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
435 (davon 12 D-BOX Seats) 17,00 x 7,00m Dolby Digital 7.1

Kino 10

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
439 17,00 x 7,00m Dolby Digital 7.1

Kino 11

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
164 9,50 x 4,00m Dolby Digital 7.1

Kino 12

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
172 9,50 x 4,00m Dolby Digital 7.1