Cafe Society

Bobby kommt in den Dreißigerjahren nach Los Angeles und hofft, Karriere im Filmgeschäft zu machen. In Hollywood bricht gerade das Goldene Zeitalter an, der Tonfilm revolutioniert das Geschäft. Die fünf großen Studios bauen ihr Starsystem auf, gleichzeitig zwängt der Production Code die Filmemacher in einen Keuschheitsgürtel. Bald ist der junge Mann vom Glanz und Glamour der Traumfabrik gefangen, taucht ein in die Café-Gesellschaft und verliebt sich Hals über Kopf. Bobby kommt in den Dreißigerjahren nach Los Angeles und hofft, Karriere im Filmgeschäft zu machen. In Hollywood bricht gerade das Goldene Zeitalter an, der Tonfilm revolutioniert das Geschäft. Die fünf großen Studios bauen ihr Starsystem auf, gleichzeitig zwängt der Production Code die Filmemacher in einen Keuschheitsgürtel. Bald ist der junge Mann vom Glanz und Glamour der Traumfabrik gefangen, taucht ein in die Café-Gesellschaft und verliebt sich Hals über Kopf. Ein aufstrebender junger Glücksritter sucht sein Glück erst in Hollywood und später in einem Club in New York, den er mit seinem Bruder aufzieht. Liebes- und Aufsteigerkomödie in den Dreißigerjahren von Woody Allen.

In seinem 47. Film erzählt Woody Allen im Glanz des alten Hollywood von einer Liebe, die sich nicht erfüllen will. Nachdem Woody Allen im vergangenen Jahr "Irrational Man" mit Joaquin Phoenix in nach mehrjähriger Cannes-Pause im Wettbewerb außer Konkurrenz vorgestellt hatte, stellt der 80-jährige New Yorker schon ein Jahr später mit seiner 47. abendfüllenden Regiearbeit wieder den Eröffnungsfilm des Festivals - zum dritten Mal nach dem gescheiterten "Hollywood Ending" im Jahr 2002 und dem hinreißenden "Midnight in Paris" im Jahr 2011. Rein qualitativ liegt dieser nach "Magic in the Moonlight" wieder in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts spielende, leichte Film zwischen den beiden genannten: Es ist kein Meisterwerk, sollte aber bei der Fangemeinde von Allen gut ankommen, die viele der bekannten Themen des Altmeisters in variierter Form serviert bekommen. Im Grunde erzählt "Café Society" eine Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte und sieht dem von Jesse Eisenberg mit ausreichenden Allen-Manierismen gespielten jüdischen Jungen Bobby zu, der sich im Lauf von zwei Jahren zunächst im Haifischbecken Hollywood mit Hilfe seines im Filmgeschäft einflussreichen Onkels nach oben arbeitet, um dann in New York an der Seite seines Bruders, eines ruchlosen Gangsters, mit einem Nachtclub und Restaurant zum Tagesgespräch der Society wird. Wie die immer wieder locker eingestreute Geschichte von Bobbys Familie bildet aber sein Werdegang nur den Rahmen für die eigentliche Handlung, die dem Filmemacher Raum gibt, über Liebe und Zufall zu räsonieren: In Hollywood verliebt sich Bobby zunächst in die von Kristen Stewart gespielte Assistentin seines Onkels, Vonnie, die seine Gefühle erwidert, aber eben auch eine geheime Affäre mit dem Onkel hat, einem erfolgreichen Mogul, der immer wieder verspricht, wegen ihr seine Frau zu verlassen. In New York trifft Bobby dann, mittlerweile selbst reich und erfolgreich, auf die frisch geschiedene Veronica, die ihm nicht zuletzt deswegen gefällt, weil sie denselben Namen hat wie die Verflossene, die er nicht vergessen kann. Als sie schwanger wird, wird schnell ernst aus der Beziehung, was ihn vor ein moralisches Dilemma stellt, als er Vonnie wirklich wiedertrifft. Anfangs ist "Café Society" auffallend unbeholfen. Wie jüngst schon "Irrational Man" scheint die bloße Exposition Allen regelrecht zu überfordern, der auf einen selbst eingesprochenen Off-Kommentar bauen muss, um alle Figuren in Stellung zu bringen. Aber dann nimmt der Film Fahrt auf und macht mit seinen Verästelungen, die an einen Tolstoi-Roman erinnern und deutlich auf andere Filme Allens verweisen, von "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" bis "Bullets Over Broadway", immer wieder richtig Spaß. Kristen Stewart ragt unter den Schauspielern heraus, während Eisenberg nicht immer überzeugen kann. Der eigentliche Star ist ohnehin die Kamera von Altmeister Vittorio Storaro, die "Café Society" vom Hollywood von einst nicht nur schwadronieren lässt, sondern den Film auch in einen Glanz und Glamour hüllt, der der Ära mehr als gerecht ist. ts.

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Bewertung:

Cast

Kino 1

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
366 (+ 3 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 16,20 x 6,90m Dolby Digital 7.1

Kino 2

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
298 (+ 3 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 13,40 x 5,70m Dolby Digital 7.1

Kino 3

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
175 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1

Kino 4

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
175 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1

Kino 5

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
170 (+ 2 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 11,00 x 5,20m Dolby Digital 7.1

Kino 6

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 (+ 2 Rollstuhlfahrer-Stehplätze) 11,00 x 5,20m Dolby Digital 7.1

Kino 7

Sitzplätze Leinwand Soundsystem
173 11,00 x 5,20m Dolby Digital 5.1